Am LKH Murtal hat sich seit Januar 2026 einiges getan: Die beiden Lavanttaler Primarärztinnen, Eva Maria Hassler und Nina Hörlesberger, wurden als neue Führungskräfte vorgestellt. Diese Ernennung ist nicht nur ein wichtiger Schritt für die beiden Medizinerinnen, sondern auch ein Signal für die medizinische Versorgung in der Region. Eva Maria Hassler leitet nun das Institut für Radiologie-Diagnostik, während Nina Hörlesberger die Abteilung für Orthopädie und Traumatologie verantwortet. Beide kommen aus dem Bezirk Wolfsberg und bringen eine Fülle von Erfahrung und Expertise mit, die sie in ihren neuen Positionen einbringen wollen. Mehr Informationen dazu finden Sie in der Kleinen Zeitung.

Univ.-Prof. Ing. Dr. Dr. h.c. Gerhard Stark, der Vorstandsvorsitzende der KAGes, begrüßt die Ernennung der beiden Ärztinnen und hebt hervor, dass ihre Besetzung zentrale Führungsfunktionen im LKH Murtal stärken wird. Stark betont, dass es wichtig ist, die medizinische Spitzenqualität in den Regionen sicherzustellen und dass diese neuen Positionen ein Zeichen für die Weiterentwicklung des Spitalverbundes sind. Mag. DDr. Ulf Drabek, Vorstand für Finanzen und Technik, ergänzt, dass exzellentes Personal und moderne Strukturen in der Medizin essenziell sind, um die medizinische Versorgung zu stärken und attraktive Arbeitsbedingungen zu schaffen.

Fachliche Expertise und Visionen

Prim.a Priv.-Doz.in Dr.in Eva Maria Hassler hat sich zum Ziel gesetzt, eine qualitativ hochwertige radiologische Versorgung auf modernem technischen Niveau sicherzustellen. Sie möchte eine patientinnenorientierte Vor-Ort-Medizin gewährleisten und hebt die Bedeutung einer raschen, präzisen Diagnostik sowie der interdisziplinären Zusammenarbeit hervor. Diese Aspekte sind für eine hochwertige medizinische Versorgung in der Region von großer Bedeutung.

Prim.a Priv.-Doz.in DDr.in Nina Hörlesberger hingegen fokussiert sich auf die traumatologischen und orthopädischen Bereiche sowie auf Verletzungen und Erkrankungen der Wirbelsäule. Sie plant, die Abteilung fachlich und menschlich weiterzuentwickeln und ein motivierendes Arbeitsumfeld zu schaffen. Zudem möchte sie das Leistungsspektrum der beiden Standorte ausbauen und für die Öffentlichkeit sichtbar machen.

Frauen in Führungspositionen

Die Ernennungen von Hassler und Hörlesberger sind auch vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen über den Anteil von Frauen in Führungspositionen im medizinischen Bereich zu sehen. Laut einer Analyse des Deutschen Ärztinnenbundes sind zwar fast die Hälfte der Oberarztpositionen an deutschen Universitätskliniken mit Frauen besetzt, jedoch liegt der Anteil von Frauen in Klinikdirektorenpositionen bei lediglich 14 %. Diese Ungleichheit ist besorgniserregend und zeigt, dass es noch viel zu tun gibt, um geschlechtsspezifische Benachteiligungen zu überwinden. Initiativen wie das „Aktionsbündnis für mehr Chefärztinnen“ setzen sich aktiv für die Förderung von Frauen in ärztlichen Führungspositionen ein.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die neuen Primarärztinnen am LKH Murtal nicht nur für ihre jeweilige Fachrichtung eine Bereicherung darstellen, sondern auch ein Schritt in die richtige Richtung für eine gleichberechtigte Vertretung von Frauen in der Medizin sind. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie sich die Veränderungen im LKH Murtal auswirken werden – sowohl auf die Mitarbeitenden als auch auf die Patientinnen in der Region.