Das österreichische Bundesheer befindet sich in einer aufregenden Phase des Umbaus und der Aufstockung, insbesondere am Fliegerhorst Hinterstoisser und in Aigen. Im Rahmen des umfangreichen Aufbauplans 2032, der unter dem Motto „Mission vorwärts“ steht, wird ein Milliardenbudget vom Verteidigungsministerium bereitgestellt. Oberst Roland Miedler berichtet von einer signifikanten Personalaufstockung und der Einführung neuer Fähigkeiten, was den Fliegerhorst Hinterstoisser, der derzeit bereits rund 1.200 Mitarbeiter zählt, in den kommenden Jahren weiter wachsen lassen wird. Geplante Baumaßnahmen sowie eine Grundstückserweiterung am Fliegerhorst sind ebenfalls Teil dieser weitreichenden Pläne, die auch eine grundlegende Reform der Luftraumüberwachung beinhalten.
In den kommenden Jahren werden 12 neue Leonardo-Jets in Zeltweg erwartet, die anschließend in Linz-Hörsching stationiert werden. Auch die Nachfolgeentscheidung für die Eurofighter steht an, wobei der Beurteilungsprozess derzeit läuft. Temporäre Verlegungen der Eurofighter nach Klagenfurt oder Linz werden fortgesetzt, während die Flugpiste in Zeltweg 2023 saniert wird – pünktlich zur Airpower 2027. Ein weiteres wichtiges Element ist das Luftabwehrsystem „Sky Shield“, das vom Murtal aus betrieben wird und auf bis zu 50 Kilometer erweitert wird. Besondere Aufmerksamkeit wird auch auf neue Maßnahmen gegen Drohnenangriffe gelegt, wobei sogar kleine Drohnen erfasst werden sollen.
Eurofighter und ihre Nachfolger
Das Bundesheer plant nicht nur die Aufstockung des Personals, sondern auch die Modernisierung seiner Flotte. Aktuell betreibt die österreichische Luftwaffe 15 Eurofighter der Tranche 1, die als technisch veraltet gelten. Diese Maschinen müssen in den kommenden Jahren ersetzt werden. Der ehemalige SPÖ-Verteidigungsminister Norbert Darabos war in einen umstrittenen Vergleich verwickelt, allerdings wurden die Ermittlungen gegen ihn eingestellt, und er blieb ohne politische Konsequenzen. Dennoch zeigt die Situation um die Eurofighter, dass das Bundesheer verschiedene Nachfolgemodelle evaluiert, wobei die primären Modelle der JAS-39 Gripen von Saab und der F-35 Lightning II von Lockheed Martin im Fokus stehen.
Eine wichtige Diskussion betrifft die Anzahl der benötigten Jets, da 15 Maschinen als zu wenig gelten. Laut Militärluftfahrtjournalist Martin Rosenkranz sind mindestens 75 Abfangjäger für eine effektive Verteidigung notwendig. Österreich plant derzeit mit 36 neuen Kampfflugzeugen, zusätzlich werden 12 Trainingsjets M-346 als Nachfolger für die Saab 105 bestellt. Diese Entwicklungen unterstreichen das Bestreben des Bundesheeres, sich den modernen Herausforderungen der Luftverteidigung zu stellen und die Sicherheit des österreichischen Luftraums zu gewährleisten.
Ausbau der Infrastruktur
Am Standort Aigen wird das Personal ebenfalls massiv aufgestockt, sodass bis 2032 insgesamt 600 Bedienstete dort arbeiten sollen. Auch die Infrastruktur am Standort Aigen wird ausgebaut, einschließlich der Schaffung neuer Parkplätze und Unterkünfte. Diese Maßnahmen sind Teil der langfristigen Strategie des Bundesheeres, die Einsatzbereitschaft und die Attraktivität der Militärstandorte in Österreich zu erhöhen.
Insgesamt zeigt sich, dass das Bundesheer mit einem klaren Plan in die Zukunft geht. Weitere Informationen zu den Budgetplänen und den Entwicklungen im Bundesheer sind auf der offiziellen Website des Bundesheeres zu finden: bundesheer.at/budget-2025. Wer sich für die genauen Details und finanziellen Aspekte interessiert, erhält dort umfassende Einblicke.
Für weiterführende Informationen zu den aktuellen Entwicklungen können Sie auch die Berichte auf MeinBezirk sowie auf Austrian Wings nachlesen.