Im malerischen Murtal wird diese Woche ein ganz besonderes Trainingslager der österreichischen Snowboard-Elite abgehalten. Der gesamte Weltcup-Kader der ÖSV-Snowboarder hat sich am Skilift Obdach versammelt, um sich auf die kommenden Wettkämpfe vorzubereiten. Unter den Athleten befindet sich der zweifache Snowboard-Olympiasieger Benjamin Karl, der nicht nur seine Goldmedaille, sondern auch eine auffällige neue Frisur mitgebracht hat. Bei seinen letzten Wettkämpfen, darunter die internationalen österreichischen Meisterschaften am Lachtal, konnte er sich die Silbermedaille hinter Dominik Burgstaller sichern.

Karl, der regelmäßig von Cortina ins Murtal reist, wird außerhalb der Trainingszeiten für Fotos und Autogramme zur Verfügung stehen. Neben ihm trainieren auch seine Teamkollegen Arvid Auner und Alexander Payer, unterstützt von einem 20-köpfigen Serviceteam. Währenddessen bleibt der Status der Silbermedaillengewinnerin Sabine Payer ungewiss, da sie sich von einer Sprunggelenksverletzung erholt. Die Snowboarder werden voraussichtlich bis Donnerstag in Obdach bleiben, bevor sie Anfang März erneut für die Rennen in Kranjska Gora trainieren.

Ein Blick auf Benjamin Karls Karriere

Benjamin Martin Karl, geboren am 16. Oktober 1985, gilt als einer der erfolgreichsten Snowboard-Rennfahrer in der Geschichte. Mit über 215 Weltcup-Starts und 58 Podiumsplatzierungen, darunter 27 Siege, hat er sich einen festen Platz in der Welt des Snowboardens erkämpft. Seit 2004 ist er als bezahlter Sportler bei den österreichischen Streitkräften angestellt und hat im Laufe seiner Karriere zahlreiche Titel gewonnen, darunter drei Gesamtweltcup-Titel und fünf Weltmeisterschaften.

Besonders beeindruckend ist seine Leistung bei den Olympischen Spielen: Karl gewann Gold im Parallel-Riesentorlauf bei den Olympischen Winterspielen in Livigno, was seinen zweiten Olympiasieg in dieser Disziplin markiert. Auch seine Teamkollegin Sabine Payer konnte bei diesen Spielen medaillenwürdige Leistungen zeigen, indem sie Silber im Parallel-Riesentorlauf errang.

Investitionen in die Infrastruktur

Die Stadtwerke Judenburg investieren über 16 Millionen Euro in die Netz-Infrastruktur im Murtal, was nicht nur den Snowboardern zugutekommt, sondern auch der gesamten Region. Ein neuer Transformator im Umspannwerk Judenburg-West wird die Leistung der Energieversorgung erhöhen und somit die Voraussetzungen für zukünftige Sportevents und Trainingslager verbessern.

Mit weiteren Trainings, die für Anfang März in Kranjska Gora geplant sind, und dem internationalen Austausch mit Teams aus Norwegen, Schweden, Frankreich und Belgien, zeigt sich, dass der Sport in Österreich lebendig ist und stetig wächst. Benjamin Karl, ein herausragendes Beispiel für Hingabe und Erfolg im Snowboarden, wird weiterhin das Murtal und die gesamte österreichische Snowboardszene prägen.