In der malerischen Region Murau haben die Polizei und die Murtal Seilbahnen Betriebs GmbH eine neue Sicherheitspartnerschaft ins Leben gerufen. Diese Kooperation wurde offiziell am Kreischberg bekannt gegeben und hat das Ziel, die Sicherheit für Wintersportler zu erhöhen. Durch verstärkte Aufklärung, Prävention und direkte Kommunikation sollen sowohl Gäste als auch Einheimische besser über Sicherheitsaspekte im Wintersport informiert werden. Geplante Maßnahmen umfassen Aufklärungskampagnen und gemeinsame Veranstaltungen, die das Bewusstsein für die Sicherheit auf den Pisten schärfen sollen.

Romana Revoul, die Gemeinsam.Sicher-Beauftragte, hebt die Notwendigkeit klarer Strukturen und Kommunikation bei großen Menschenansammlungen hervor. Bezirkspolizeikommandant Martin Mellem unterstreicht die Bedeutung der Zusammenarbeit, insbesondere zur Eindämmung von Diebstählen. Polizeiliche Informationen sowie geschulte Mitarbeiter der Seilbahnen sollen die Gäste aktiv vor Gefahren warnen. Revoul betont zudem, wie wichtig Aufklärung, Sensibilisierung und das Vertrauen in die Polizeiarbeit sind. Als Teil dieser Initiative wird ein „Coffee with Cops“-Stand am Kreischberg eingerichtet, um die Kommunikation zwischen Polizei und Wintersportlern zu fördern.

Regeln und Sicherheit auf der Piste

Bezirkshauptmann Peter Plöbst unterstützt die Zusammenarbeit und hebt die Sicherheit in Murau hervor. Reinhard Kargl, Geschäftsführer der Murtal Seilbahnen, betont, dass die Sicherheit auf den Bergen höchste Priorität hat. Der Alpinpolizeidienst ist täglich aktiv auf den Pisten und sorgt dafür, dass im Falle eines Unfalls schnell Hilfe geleistet werden kann. Wolfgang Murer von der Alpinpolizei bestätigt, dass die Kommunikation zwischen Polizei und Skigebieten für schnelle Hilfe im Ernstfall entscheidend ist.

Für Wintersportler gibt es klare Regeln, die zu beachten sind: Rücksichtnahme auf andere, angepasste Geschwindigkeit, sicheres Überholen und Hilfeleistung bei Unfällen sind nur einige der Vorgaben. Zudem ist es wichtig, sich im Unfallfall auszuweisen und Personalien anzugeben. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, die Sicherheit auf den Pisten zu gewährleisten und das Risiko von Verletzungen zu minimieren.

Der Safe Sport Code und seine Bedeutung

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Sicherheit im Wintersport ist der Safe Sport Code des Deutschen Skiverbands (DSV), der auf einem Muster des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) basiert. Der Code zielt darauf ab, Gewalt im organisierten Sport vorzubeugen, aufzuklären und zu sanktionieren. Er beschreibt verschiedene Formen von physischer, psychischer und sexualisierter Gewalt sowie Vernachlässigung im Sport und legt Betroffenenrechte fest. Transparente Verfahrenswege und ergänzende Verhaltensrichtlinien bieten praxisnahe Orientierung für den Trainings-, Wettkampf- und Verbandsalltag. Der DSV hat sich das Ziel gesetzt, ein sicheres Umfeld und eine Kultur des Hinsehens zu gewährleisten, was auch im Kontext der neuen Sicherheitspartnerschaft in Murau von Bedeutung ist. Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Webseite des DSV (hier).

Aktuelle Unfallstatistiken und Präventionsmaßnahmen

Die Unfallanalyse 2023/2024 der Stiftung Sicherheit im Skisport (SIS) zeigt, dass die Verletzungen im alpinen Skisport nach der Pandemie gestiegen sind. Schätzungen zufolge benötigten etwa 46.000 bis 48.000 Skifahrer*innen medizinische Behandlung, darunter etwa 7.000, die so schwer verletzt waren, dass eine stationäre Behandlung notwendig war. Die häufigsten Verletzungen betreffen das Kniegelenk, gefolgt von Schulter- und Kopfverletzungen. Kollisionen machen etwa ein Fünftel aller Unfälle aus, was die Notwendigkeit von Präventionsmaßnahmen unterstreicht.

Um die Sicherheit auf den Pisten zu erhöhen, ist eine gute Vorbereitung unerlässlich: gewartete Ski oder Snowboards, korrekt eingestellte Bindungen und geprüfte Helme sind notwendig. Körperliche Vorbereitung und Aufwärmen vor dem Skifahren können das Verletzungsrisiko ebenfalls senken. Die FIS-Verhaltensregeln für sicheres Verhalten im Wintersport bieten zusätzliche Orientierung: Rücksichtnahme, Beherrschung der Geschwindigkeit und das Beachten von Markierungen und Warnungen sind dabei von großer Bedeutung. Für weitere Informationen zur Sicherheit im Wintersport besuchen Sie die Webseite der SIS (hier).