In der Region Murau sorgt die Verschlechterung der öffentlichen Verkehrsverbindungen zwischen Oberland und Judenburg für großen Unmut, insbesondere bei Eltern und Schulen. Ursula Schriefl, die Direktorin des Bundesgymnasiums und Bundesrealgymnasiums Judenburg, hat sich bereits an das Regionalmanagement Murau-Murtal gewandt und fordert dringend Verbesserungen, um die Benachteiligung von Kindern aus dem Bezirk Murau zu vermeiden. Auslöser für diese Problematik ist die Fahrplanumstellung, die mit der Eröffnung der Koralmbahn am 14. Dezember 2025 einhergeht. Diese bedeutende Bahnverbindung, nach 27 Jahren Bauzeit, wird die Mobilität in der Region erheblich verändern, jedoch haben sich die ohnehin schon schlechten Verbindungen für die Schüler weiter verschlechtert.

Besonders betroffen sind die jüngsten Schüler, die oft auf die Busverbindungen angewiesen sind, um zum Gymnasium Judenburg oder zu umliegenden berufsbildenden höheren Schulen zu gelangen. Viele Familien ziehen in Erwägung, ihre Kinder am Gymnasium Judenburg anzumelden, sehen sich jedoch durch die Verkehrssituation stark eingeschränkt. Schriefl schätzt, dass ein gezieltes Schulbusangebot, wie ein „Schul-Express-Bus“ mit Abfahrt um 7 Uhr in Scheifling, gut ausgelastet wäre. Laut einer Umfrage unter mehr als 30 betroffenen Eltern befürwortet die Mehrheit eine Verbesserung der Verkehrsanbindungen, was den Druck auf das Regionalmanagement erhöht, Lösungen zu finden.

Die Koralmbahn und ihre Auswirkungen auf die Region

Die Koralmbahn wird mit einer Strecke von 130 Kilometern, darunter rund 50 Tunnelkilometer und über 100 Brücken sowie 23 moderne Bahnhöfe, das Herzstück des Projekts sein. Der Koralmtunnel, mit einer Länge von 33 Kilometern, wird der sechstlängste Eisenbahntunnel der Welt sein. Diese neuen Verbindungen werden die Fahrtzeit von Graz nach Klagenfurt auf nur 41 Minuten reduzieren, was zuvor rund zwei Stunden in Anspruch nahm. Mit 29 täglichen Verbindungen zwischen Graz und Klagenfurt wird die Koralmbahn nicht nur die Mobilität in der Region verbessern, sondern auch die Anbindung an größere Städte wie Salzburg und München erleichtern.

Die Holding Graz und die Graz Linien arbeiten gleichzeitig an der Verbesserung des öffentlichen Verkehrs in Graz, um die Attraktivität und Leistungsfähigkeit des ÖV zu steigern. Maßnahmen wie der zweigleisige Ausbau der Linie 1 und die Verdichtung der Buslinien sollen die Verbindungen weiter optimieren. Vizebürgermeisterin Judith Schwentner hat die Bedeutung der Koralmbahn für die Mobilität in Graz hervorgehoben, während auch der Beteiligungsstadtrat Manfred Eber die Verbindungen zwischen Graz, Kärnten und Italien betont hat. Diese Investitionen, die sich auf rund 85 Millionen Euro belaufen, sind Teil eines größeren Plans zur Verbesserung der Verkehrsstruktur in der Region.

Zukunftsperspektiven für die Region Murau

Die Herausforderungen, mit denen die Schüler und ihre Familien derzeit konfrontiert sind, könnten durch die geplanten Verbesserungen im öffentlichen Verkehr entschärft werden. Der Vorschlag für einen „Schul-Express-Bus“ könnte eine schnelle Lösung bieten, um die Schüler sicher und pünktlich zu ihren Bildungsstätten zu bringen. Ob und wann diese Initiativen umgesetzt werden, bleibt abzuwarten, doch der Druck auf die Verantwortlichen wächst. Die enge Zusammenarbeit zwischen dem Regionalmanagement, Schulen und Eltern wird entscheidend sein, um die Mobilität im Bezirk Murau nachhaltig zu verbessern und um sicherzustellen, dass die Eröffnung der Koralmbahn nicht nur eine technische, sondern auch eine soziale Verbesserung für die Region darstellt.

Weitere Informationen zu den Entwicklungen rund um die Koralmbahn finden Sie unter diesem Link. Auch die umfassenden Details zur Koralmbahn sind auf dieser Seite einsehbar. Für eine umfassende Perspektive auf die Mobilitätsstrategie in Graz besuchen Sie bitte diese Webseite.