Am Samstag, dem 21. Februar 2026, ereignete sich in den Wölzer Tauern in der Steiermark eine tragische Lawinenkatastrophe. Ein 21-jähriger slowakischer Alpinskifahrer wurde bei einem Lawinenabgang verschüttet und starb an der Unfallstelle. Der Vorfall fand im Bereich des „Hohen Zinken“ auf etwa 1.900 Metern Höhe statt. Die Lawine hatte ein gewaltiges Ausmaß von etwa 200 mal 200 Metern und traf die Gruppe, zu der der Slowake gehörte, als diese gegen 13:40 Uhr die gesicherte Piste verließ. Glücklicherweise blieben die fünf anderen Mitglieder der Gruppe unverletzt.

Nach der Alarmierung durch die Landeswarnzentrale Steiermark wurde ein umfangreicher Einsatz eingeleitet, an dem rund 120 Einsatzkräfte beteiligt waren, darunter mehrere Bergrettungsstellen, die Alpinpolizei, Lawinen- und Suchhundestaffeln sowie Polizeihubschrauber und der Rettungshubschrauber C17. Ein Lawinensuchhund fand den Verschütteten in einer Tiefe von etwa 140 Zentimetern, allerdings kam jede Hilfe zu spät, und er konnte nur noch tot geborgen werden. Die genaue Ursache der Lawinenauslösung wird derzeit von der Alpinpolizei untersucht. Bedauerlicherweise hatte keiner der sechs Skifahrer eine Lawinenausrüstung dabei, was die Tragödie noch verstärkt.

Erhöhte Lawinengefahr in den Alpen

Der jüngste Vorfall ist Teil eines besorgniserregenden Trends in den Alpen, wo die Lawinengefahr aufgrund üppiger Schneefälle in vielen europäischen Wintersportregionen hoch ist. In Österreich, Norditalien und der Schweiz sind bereits mehrere Menschen durch Lawinen ums Leben gekommen. Neben dem tödlichen Unfall in der Steiermark wurde am selben Tag auch ein 41-jähriger Wintersportler in Serfaus, Tirol, von einem Schneebrett erfasst und starb später im Krankenhaus. Am Freitag starben in Österreich fünf Menschen bei weiteren Lawinenabgängen, was die besorgniserregende Lage unterstreicht.

In Tirol fielen bis zu 40 Zentimeter Neuschnee, was die Lawinenlage brisant macht. Die Behörden zählten am Freitag über 30 Lawinen-Einsätze in Tirol und insgesamt 200 Einsätze in den letzten sieben Tagen. Das österreichische Bundesheer wurde zur Lagebeurteilung und Unterstützung der Bergrettung eingesetzt. Auch in anderen Regionen, wie dem Allgäu in Deutschland, besteht eine große Lawinengefahr.

Vorsichtsmaßnahmen und Verhalten bei Lawinen

Die aktuelle Situation verdeutlicht die Notwendigkeit von Vorsichtsmaßnahmen im Gebirge. Experten schätzen, dass jeder zweite Lawinenunfall in den Alpen vermeidbar ist. Wichtige Schutzmaßnahmen umfassen das Lesen aktueller Lawinenberichte, das Vermeiden von Fahrten abseits markierter Pisten und das Tragen der richtigen Sicherheitsausrüstung wie Lawinen-Rucksäcke, Schneeschaufeln und Peilsender.

Im Falle eines Lawinenabgangs sollten Skifahrer ihre Ausrüstung abwerfen, versuchen, nach oben zu „schwimmen“ und eine Atemhöhle zu bilden. Die Überlebenschancen sinken nach 15 Minuten drastisch, und nach zwei Stunden liegt die Überlebensrate unter zehn Prozent. Diese Informationen sind entscheidend, um die Gefahren im alpinen Gelände besser zu verstehen und präventiv zu handeln.

Die Tragödien der letzten Tage erinnern uns eindringlich an die Risiken des Wintersports und die Bedeutung von Sicherheit und Vorbereitung. Achten Sie auf Warnhinweise und seien Sie stets vorsichtig, wenn Sie sich in den Bergen bewegen. Für weitere Informationen zu den aktuellen Lawinenbedingungen besuchen Sie bitte die offiziellen Warnseiten und Schutzmaßnahmen.