Die Stadtgemeinde Murau hat den Energiebereich fest im Blick und investiert kräftig in Projekte, die die Versorgungssicherheit vor Ort erhöhen sollen. Angesichts einer stark belasteten Netzinfrastruktur sind diese Maßnahmen dringend erforderlich. So wurden bereits die Umbauarbeiten am Umspannwerk Wimml gestartet, das Teil des „110-kV-Ausbaus Oberes Murtal“ der Energie Steiermark ist. Parallel dazu laufen die Umbaumaßnahmen am bestehenden Umspannwerk Murau, um die Stromversorgung weiter zu optimieren.
Eine besonders bedeutende Entwicklung ist die geplante Errichtung des Kraftwerks Murau West, welches künftig 4.300 Haushalte mit Strom versorgen soll. Dieses Kraftwerk wird die bestehenden Anlagen in Bodendorf, St. Georgen und Murau unterstützen. Die Baumaßnahmen für das Kraftwerk beginnen noch im Laufe dieses Jahres, was den Bürgern in der Region neue Perspektiven eröffnet. Zudem ist ein geplanter Großbatteriespeicher vorgesehen, um die Netzsicherheit und Rückspeisekapazität weiter zu erhöhen. Allerdings bleibt der Netzausbau zwischen Teufenbach und Baumkirchen (bei Zeltweg) weiterhin problematisch. Auch die Sanierung des Hallenbads Murau steht bevor und könnte zusätzliche Aufmerksamkeit auf die Infrastruktur der Region lenken.
Versorgungssicherheit auf Bundesebene
<pNicht nur in Murau werden die Weichen für eine sichere Energiezukunft gestellt. Die Bundesnetzagentur hat kürzlich einen Bericht zur Versorgungssicherheit im Bereich Elektrizität vorgelegt, der von der Bundesregierung beschlossen wurde. Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Katherina Reiche, hebt die zentrale Bedeutung einer sicheren Stromversorgung für die Wettbewerbsfähigkeit hervor. Der Bericht zeigt, dass es bereits an besonderen Tagen und bei bestimmten Wetterlagen zu angespannten Netzsituationen kommt. Um den zukünftigen Bedarf zu decken, wird ein Bedarf von 22 bis 36 Gigawatt an neuen Gaskraftwerken prognostiziert. Diese müssen bis 2035 errichtet werden, um die Energieversorgung zu sichern.
Die Kraftwerksstrategie wird mit Hochdruck vorangetrieben. Wichtige Aspekte sind der Ausbau erneuerbarer Energien, die Flexibilisierung der Energieversorgung, der Ausbau von Speichern sowie die Verbesserung der Netzinfrastruktur. Verzögerungen bei der Energiewende könnten den Bedarf an steuerbaren Kapazitäten auf bis zu 36 Gigawatt erhöhen, was zu Situationen führen könnte, in denen der Strommarkt die Nachfrage nicht vollständig decken kann. In solchen Fällen müssten zusätzliche Reserven aktiviert werden, um die Versorgung aufrechtzuerhalten.
Herausforderungen für die Energiewende
Die Energiewende und der wachsende europäische Energiehandel werfen zusätzliche Herausforderungen für die deutschen Strom- und Gasnetze auf. Damit die Versorgungssicherheit gewährleistet bleibt, müssen die Strom- und Gasnetze in der Lage sein, Transportaufgaben zu erfüllen und ausreichende Erzeugungskapazitäten bereitzustellen. Zudem sind belastbare Regelungsmechanismen erforderlich, um die Netzstabilität zu gewährleisten, insbesondere bei unausgeglichenen Einspeisungen und Entnahmen. Die IT-Sicherheit spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle, da die Netze gegen mögliche Eingriffe Dritter abgesichert sein müssen.
Die ständige Analyse und Bewertung der Versorgungssicherheit in Deutschland ist unerlässlich. Die Berichte und Daten zu diesem Thema sind im Webportal der Bundesnetzagentur verfügbar und bieten eine wertvolle Grundlage für zukünftige Entscheidungen und Strategien.
Insgesamt zeigt sich, dass sowohl auf lokaler als auch auf bundesweiter Ebene große Anstrengungen unternommen werden, um die Energieversorgung sicherzustellen. Die Entwicklungen in Murau sind ein wichtiger Baustein in diesem umfassenden Prozess.