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Am 20. März 2026 fand im Brauhaus Murau die Bezirksversammlung des Steirischen Aufsichtsjägerverbandes statt. In dieser Versammlung, die ein wichtiges Treffen für die Aufsichtsjäger der Bezirksgruppe Murau darstellt, standen aktuelle Themen wie der Wolf und Windkraft im Fokus. Die Versammlung bot auch die Gelegenheit zur Neuwahl des Vorstands, bei der Stefan Tockner zum neuen Obmann gewählt wurde. Unterstützt wird er von Ulrich Haselmann als stellvertretendem Obmann, Arnold Hansmann als Kassier und Gerald Uher als Schriftführer. Erich Pistrich übernimmt die Rolle des Stellvertreters des Kassiers.

Der Verband, der vor 14 Jahren mit nur 30 Mitgliedern gegründet wurde, hat mittlerweile rund 1.300 Mitglieder, davon etwa 300 im Bezirksverband Murau. Obmann Willibald Körbler gab einen Rückblick auf das vergangene Vereinsjahr, das von der Teilnahme an jagdlichen Aktivitäten und der Mitwirkung in Jagdschutzvereinen geprägt war.

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Wölfe und Windkraft im Mittelpunkt

Ein zentrales Thema der Versammlung war die Diskussion über Wölfe. Landesjägermeister Anton Larcher sprach über die aktuelle Wolfsverordnung in Tirol und die Definitionen von „Risikowolf“ und „Schadwolf“, die klare Regelungen zur Entnahme beinhalten. Zudem wurde die Problematik der Goldschakale erörtert. Im Jahr 2024 wurden in Osttirol 33 Goldschakale erlegt, im Vorjahr waren es 38. Diese Tiere stellen eine potenzielle Gefahr für die Wildtierpopulation dar.

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Ein weiteres heißes Thema war die Windkraft. Der Landesobmann des Kärntner Jagdaufseherverbandes, Bernhard Wadl, äußerte sich kritisch zu Windrädern und verwies auf die Befragung der Kärntner Bevölkerung, die sich zu 51,55 % gegen weitere Windräder ausgesprochen hat. Der Kärntner Landtag hat einstimmig einen Stopp weiterer Windkraftanlagen beschlossen. Wadl hob hervor, dass Windräder Wildtierlebensräume erheblich zerstören können. Auch Willibald Körbler sprach sich gegen Windräder im Bezirk Murau aus, während der Bezirksjägermeister Kendlbacher Zugeständnisse in Bezug auf erneuerbare Energien forderte.

Erneuerbare Energien und deren Auswirkungen

Im Kontext der Windkraft ist es wichtig, die aktuellen Entwicklungen auf politischer Ebene zu beachten. Der Bundestag verabschiedete im Juli 2022 das Osterpaket zur Beschleunigung des Ausbaus erneuerbarer Energien, mit dem Ziel, den Anteil dieser Energiequellen an der Stromversorgung bis 2030 auf 80 % zu steigern. Kritiker bemängeln, dass Naturschutzverbände nicht ausreichend in die Verfahren einbezogen wurden und der Arten- und Biotopschutz dem öffentlichen Interesse untergeordnet wurde. Dies könnte langfristig negative Folgen für die Wildtierpopulationen haben und die Lebensräume gefährdeter Arten gefährden.

Vor diesem Hintergrund ist es entscheidend, dass alle Windenergieanlagen naturschutzkonform geplant und errichtet werden. Die Berücksichtigung von Migrationskorridoren und die Minimierung von Eingriffen in die Natur sind unerlässlich, um den Schutz unserer Wildtiere zu gewährleisten. Ein verantwortungsbewusster Umgang mit erneuerbaren Energien sollte nicht auf Kosten der Natur und ihrer Bewohner geschehen.

Weitere Informationen zu den diskutierten Themen und der Versammlung finden Sie in der Kleinen Zeitung sowie in einem Bericht auf Mein Bezirk.