In der Steiermark wird der „Masterplan Pflege“ ins Leben gerufen, um die Pflege nachhaltig abzusichern und die Pflegekräfte zu entlasten. Landesrat Karlheinz Kornhäusl hebt die Dringlichkeit eines gesellschaftlichen Diskurses über die Pflege hervor. Der demografische Wandel ist unübersehbar: Die Erwerbsbevölkerung in der Steiermark wird von 750.000 im Jahr 2025 auf 680.000 im Jahr 2050 zurückgehen, während die Zahl der über 85-Jährigen von 40.000 auf 88.000 steigen wird. Diese Entwicklungen bringen erhebliche Herausforderungen für die Pflege mit sich, die ganz Österreich betreffen werden.

Ein zentrales Element des Masterplans ist die Erarbeitung eines tragfähigen Finanzierungsmodells für die Pflege durch den Bund. Der Masterplan basiert auf einem Bedarfs- und Entwicklungsplan bis 2030 und soll in den kommenden Monaten unter Einbeziehung aller Interessierten, einschließlich der Pflegekräfte, entwickelt werden. Ziel ist es, gezielte Verbesserungen im Pflegebereich und die Planung notwendiger Maßnahmen zu erreichen. Dialogveranstaltungen in verschiedenen Regionen und ein Pflege-Gipfel sind geplant, um die Bedürfnisse der Betroffenen zu erfassen und zu diskutieren. Die Überarbeitung des Personaleinsatzes im Pflegebereich soll dabei keine Mehrbelastungen für die Pflegekräfte zur Folge haben, und die Diskussion soll ohne Denkverbote stattfinden. Weitere Informationen finden Sie in dem Artikel von kommunal.at.

Herausforderungen und Trends in der Pflege

Parallel zu den Entwicklungen in der Steiermark zeigt eine aktuelle Trendstudie von myneva zur Pflege in Deutschland, dass Pflegekräfte auch hier Veränderungen herbeisehnen. Laut der Studie empfinden fast 50% der Befragten Stress und Bürokratie als größte Belastung. Die Nachfrage nach mehr Personal, Zeit sowie digitalen Entlastungen wächst. Am 9. Dezember 2025 wird ein Webinar mit Sascha Platen, Country Leader von myneva Deutschland, stattfinden, in dem Trends und Herausforderungen der deutschen Pflege 2025 beleuchtet werden. Digitale Lösungen, die Bürokratie abbauen, KI-Assistenz und mobile Dokumentation stehen dabei im Vordergrund. Deutschland hat im europäischen Vergleich Nachholbedarf, sieht aber auch Chancen, die Pflege zukunftssicher und entlastend aufzustellen. Weitere Details sind in der Trendstudie von myneva zu finden.

Prognosen für die Zukunft der Pflege

Die Herausforderungen in der Pflege sind nicht nur lokal, sondern haben auch bundesweite Dimensionen. Das Statistische Bundesamt prognostiziert bis zum Jahr 2055 einen Anstieg auf 6,8 Millionen Pflegebedürftige in Deutschland. Besonders alarmierend ist der Anstieg der über 80-Jährigen, der von 32% im Jahr 2015 auf 48% im Jahr 2035 steigen wird. In ländlichen Regionen wird ein 28% höherer Bedarf an ambulanter Versorgung erwartet, während Stadtstaaten mit einem Anstieg der stationären Pflegefälle um 45% rechnen müssen. Der Babyboomer-Effekt und die längere Lebenserwartung sorgen dafür, dass der Personalbedarf bis 2049 von 1,4 Millionen auf 2,15 Millionen Vollkräfte steigen wird.

Gleichzeitig wird ein Abbau von Pflegestützpunkten die wohnortnahe Beratung und Koordination erschweren. Die Herausforderungen bleiben jedoch nicht unbemerkt: Experten warnen vor einer Lücke von 500.000 Pflegefachkräften bis 2035. Innovative Ansätze, wie die Einführung der Telematikinfrastruktur und KI-gestützte Assistenzsysteme, könnten jedoch helfen, die Belastungen für Pflegekräfte zu reduzieren und administrative Prozesse zu optimieren. Zudem wird die Reform der Pflegeausbildung ab 2026 einen Fokus auf Digitalisierung und internationale Kooperationen legen. Für weitere Informationen zu diesen Prognosen können Sie den Artikel von helpyuu.de besuchen.