In der letzten Zeit hat sich in der Steiermark einiges getan: In allen Gemeinden fanden die Wahlen der neuen Gemeindebäuerinnen und Stellvertreterinnen statt. Der Höhepunkt dieser Wahlen war die Wahl der neuen Bezirksbäuerin in Öblarn, die am 3. Februar 2026 stattfand. Mit großer Freude wurde Viktoria Brandner für weitere fünf Jahre als Bezirksbäuerin bestätigt. Brandner, die aus der Gemeinde Sölk stammt, bewirtschaftet zusammen mit ihrem Mann einen Milchviehbetrieb, der sowohl die Almwirtschaft als auch Urlaub am Bauernhof umfasst. Sie ist bereits seit vielen Jahren in der bäuerlichen Interessenvertretung aktiv und war in den letzten fünf Jahren auch als Landesbäuerin tätig. Ihre Schwerpunkte liegen auf der Stärkung der Frauen in der Landwirtschaft sowie der Aus- und Weiterbildung und dem Austausch der Bäuerinnen im Bezirk. Weitere Informationen zu den Wahlen können unter diesem Link nachgelesen werden.
Die Bäuerinnenorganisation in der Steiermark hat sich zum Ziel gesetzt, die Interessen aller Bäuerinnen im Bezirk Liezen für die nächsten fünf Jahre zu vertreten. Ein engagiertes Team von Bäuerinnen wird sich dieser Aufgabe widmen, um die Belange der Frauen in der Landwirtschaft zu stärken. Die Herausforderungen sind vielfältig, und die Organisation wünscht den neuen Funktionärinnen viel Erfolg und Freude in ihrer Aufgabe. Auch die Bestätigung von Viktoria Brandner als Bezirksbäuerin spiegelt das Vertrauen in ihre Fähigkeiten wider. Neben der Stärkung der Frauen in der Landwirtschaft setzt sie sich für Aus- und Weiterbildung sowie den Austausch unter Bäuerinnen ein. Weitere Details zu den Wahlen sind unter hier verfügbar.
Frauen in der Landwirtschaft stärken
Die Rolle der Frauen in der Landwirtschaft wird immer wichtiger, und dies wird auch auf internationaler Ebene anerkannt. Die Vereinten Nationen haben 2026 zum „International Year of the Woman Farmer“ ausgerufen. Ziel dieser Initiative ist es, die zentrale Rolle von Frauen in der Landwirtschaft weltweit in den Fokus zu rücken. Frauen übernehmen nicht nur Verantwortung und gründen Betriebe, sie bringen auch Innovationen ein und fördern die nächste Generation für Berufe in der Landwirtschaft. Dennoch bestehen weiterhin strukturelle Hürden, insbesondere bei Betriebsübernahmen und Führungspositionen.
In der EU liegt der Anteil von Frauen in landwirtschaftlichen Führungspositionen bei rund 32 Prozent, während in Deutschland nur 11 Prozent der Betriebe von Frauen geführt werden, was im europäischen Vergleich den letzten Platz bedeutet. Eine Allianz aus neun Verbänden hat daher acht zentrale Handlungsfelder identifiziert, um Gleichstellung, Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft in der Landwirtschaft zu fördern. Das Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für Frauen in der Landwirtschaft nachhaltig zu verbessern und ihre Potenziale sichtbar zu machen. Weitere Informationen zu dieser Allianz sind unter hier zu finden.