Am Samstag, dem 21. Februar 2026, ereignete sich im Lachtal ein tragisches Lawinenunglück, bei dem ein 21-jähriger Slowake sein Leben verlor. Der junge Skifahrer wurde von einem Schneebrett begraben und konnte erst nach intensiver Suche in etwa 140 Zentimetern Tiefe von einem Suchhund gefunden werden. Dieses Unglück hat die Region erschüttert und die Ernsthaftigkeit der aktuellen Lawinensituation verdeutlicht.
Nur einen Tag später, am Sonntag, 22. Februar 2026, kam es zu einem weiteren Lawinenabgang im Bereich „Riesnerkrispen“ in Donnersbachwald, Bezirk Liezen. Glücklicherweise blieben die Menschen hier unversehrt. Ein Wintersportler alarmierte die Rettungsdienste, als er die abgegangene Lawine auf etwa 1800 Metern Seehöhe entdeckte. Daraufhin wurden über 100 Einsatzkräfte mobilisiert, darunter der Polizeihubschrauber Libelle Steiermark und mehrere Notarzthubschrauber, um die Lawinenkegel abzusuchen.
Hohe Lawinengefahr in der Steiermark
Die Lawinengefahr in der Steiermark bleibt hoch, mit einer Gefahrenstufe von drei, was als „erhebliche Gefahr“ klassifiziert wird. Diese Stufe wird oft unterschätzt, und genau hier passieren viele Unfälle. In höheren Lagen oberhalb der Waldgrenze ist die Situation besonders kritisch, da hier spontane Nassschneerutsche und Gleitschneelawinen auftreten können. Auch in tieferen Lagen muss mit einer erhöhten Lawinengefahr gerechnet werden.
Die Landeswarnzentrale hatte Großalarm für mehrere Bergrettungs-Ortsstellen ausgelöst. Nach intensiven Suchaktionen, die bis in den Nachmittag dauerten, konnte gegen 16:30 Uhr Entwarnung gegeben werden; es wurden keine verschütteten Personen gefunden. Trotz der guten Nachricht bleibt die Lawinengefahr jedoch ernst, und es ist kein weiterer Neuschnee in Sicht.
Ratschläge für Wintersportler
Skifahren abseits gesicherter Pisten erfreut sich wachsender Beliebtheit, birgt jedoch immense Risiken. Lawinen gehören zu den größten Gefahren im freien Gelände. Es ist wichtig, sich über die Ursachen von Lawinen zu informieren, die durch Faktoren wie Schneedeckenaufbau, Wind und Temperatur beeinflusst werden. Besonders kritisch wird es, wenn Wind den Schnee verfrachtet und instabile Triebschnee-Regionen entstehen.
Der Lawinenlagebericht ist die zentrale Informationsquelle für alle Wintersportler und wird täglich von den staatlichen Lawinenwarndiensten erstellt. Er beantwortet wichtige Fragen zu Gefahrengröße, gefährlichen Gebieten und der Art des Lawinenproblems. Für Ungeübte kann dieser Bericht schwer verständlich sein, weshalb digitale Plattformen Unterstützung bieten. Es gibt auch fünf Faustregeln, die jeder Wintersportler beachten sollte: Amtliche Warnungen ernst nehmen, lokale Sperrungen beachten und stets die eigene Sicherheit im Blick behalten.
Zusammenfassend ist es entscheidend, Respekt vor den Bergen zu haben und sich der Gefahren bewusst zu sein, die das Skifahren abseits gesicherter Pisten mit sich bringt. Weitere Informationen und Ratschläge sind auf den Webseiten staatlicher Warnsysteme und in speziellen Lawinenkursen erhältlich.
Für nähere Informationen zu den aktuellen Ereignissen in der Steiermark und zur Lawinensituation, können Sie die Kleine Zeitung und Krone besuchen. Weitere Details über Sicherheit beim Skifahren finden Sie auf ZDF heute.