Im Sommer 2025 hat der SC Taktix Liezen einen entscheidenden Schritt in die Zukunft gemacht: Der Verein hat seinen Kader stark verjüngt. Ziel dieser Maßnahme ist es, eine klare sportliche Identität zu entwickeln und sich langfristig in der Oberliga Nord zu etablieren. Nach der Herbstsaison belegt Liezen derzeit den neunten Platz mit 15 Punkten (4 Siege, 3 Unentschieden, 6 Niederlagen) und einem Torverhältnis von 26:24. Die Offensive zeigt sich dabei mit 26 Treffern als produktiv, wobei Yannik Rampler die interne Torschützenliste mit sieben Toren anführt. Die Verjüngung des Kaders ist vor allem durch die Ergänzung von acht bis neun Spielern des Jahrgangs 2008 geprägt, wodurch das Durchschnittsalter des Teams auf etwa 19,7 Jahre gesenkt wurde.
Sportchef Christian Stangl hebt hervor, dass Geduld für den langfristigen Erfolg des Projekts notwendig ist. Das erklärte Ziel des Vereins ist es, am Ende der Saison einen Platz unter den Top sechs zu erreichen. Dabei betont er die Bedeutung erfahrener Spieler wie Dominik Presul und Julian Stocker, die den jüngeren Akteuren wertvolle Unterstützung bieten. Neben der Kaderverjüngung bildet der Verein ab Sommer rund 100 junge Spieler in der „Ennstaler Akademie“ aus, was die strategische Ausrichtung des Vereins unterstreicht. Das langfristige Ziel besteht darin, innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre um den Aufstieg in die Landesliga zu kämpfen. Stangl sieht zudem großes Potenzial für die Weiterentwicklung der Mannschaft in der Frühjahrsrunde.
Der Weg zur erfolgreichen Nachwuchsförderung
Die Herausforderungen in der Nachwuchsförderung sind nicht nur für den SC Taktix Liezen relevant. Auch auf nationaler Ebene wird intensiv an der Verbesserung des Übergangs von Talenten in den Profibereich gearbeitet. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball-Liga (DFL) haben eine Reform des Jugendfußballs in Angriff genommen, um Deutschland im internationalen Vergleich besser aufzustellen. Wie eine Studie zeigt, hat Deutschland im U21-Bereich hinter Ländern wie England und Frankreich zurückgelegen, und es fehlt an Vereinen, die unter den Top Ten der Nachwuchsförderung stehen. In diesem Kontext wird der Übergangsbereich von der A-Jugend zu den Profis als kritischer Erfolgsfaktor angesehen.
Eine positive Entwicklung ist, dass Spieler, die in unteren Ligen regelmäßig Spielpraxis erhalten, tendenziell besser gefördert werden. Auch die Zweitvertretungen von Klubs, wie die des SC Freiburg in der 3. Liga, können Talente besser an den Profibereich heranführen. Im Vergleich dazu gibt es in Spanien die Möglichkeit, dass zweite Mannschaften in der zweiten Liga antreten, was der Ausbildung zugutekommt. Diese Aspekte sind für den SC Taktix Liezen von Bedeutung, da sie sich in einem ähnlichen Rahmen bewegen und versuchen, die Entwicklung junger Spieler aktiv zu unterstützen.
Insgesamt zeigt sich, dass die Verjüngung des Kaders beim SC Taktix Liezen nicht nur ein Schritt in die richtige Richtung ist, sondern auch ein Teil eines größeren Trends in der Fußballlandschaft. Weitere Informationen zu den Entwicklungen beim SC Taktix Liezen finden Sie auf der offiziellen Webseite des Vereins unter vereine.oefb.at. Für eine umfassendere Perspektive auf die Herausforderungen und Möglichkeiten in der Nachwuchsförderung können Sie auch die ausführlichen Analysen des DFB und der DFL unter Deutschlandfunk nachlesen.





