Heute ist der 12.02.2026 und die kleinen, städtischen Gerichte in Liezen haben wieder einmal für Aufregung gesorgt. Ein On-off-Pärchen aus dem Ausseerland stand vor Gericht, und das Urteil könnte nicht klarer sein: Richter Hans-Joachim Maierhofer empfahl dem Paar, besser getrennt zu bleiben. Das Gericht hatte es mit einer Beziehung zu tun, die von ernsthaften Problemen geprägt war, einschließlich Betrug und Ausnutzung, was die mündlichen Ausführungen des Richters umso prägnanter machte.

Der Angeklagte, der bereits Vorstrafen hat, war stark betrunken, als er im letzten Herbst das Auto seiner Lebensgefährtin beschädigte. Mit einem Alkoholpegel von 2,7 Promille konnte er sich nicht an die Details des Vorfalls erinnern. Die Schäden am Fahrzeug, darunter eine kaputte Heckscheibe und beschädigte Scheibenwischer, sprechen jedoch für sich. Die Geschädigte, die aufgrund eines gemeinsamen Kindes nicht aussagen musste, forderte 5300 Euro für die Reparatur. Aufgrund der hohen Schadenssumme wurde die Verhandlung vertagt und an das Landesgericht Leoben verwiesen, da es sich um schwere Sachbeschädigung handelt. Mehr Informationen hierzu finden sich in der Kleinen Zeitung.

Alkohol in Beziehungen: Ein Warnsignal

Die Problematik rund um Alkohol und Beziehungen ist nicht nur ein Thema für das Gericht. Regelmäßiger Alkoholkonsum zur Betäubung von Konflikten oder als Flucht vor Druck ist ein ernstzunehmendes Warnsignal. Oft äußert sich dies in Rückzug, häufigen Streitigkeiten oder einer spiralförmigen Abwärtsspirale, die Kontrolle, Wut und Trinken umfasst. Es ist wichtig zu verstehen, dass Alkohol in der Ehe nicht zwangsläufig Sucht bedeutet; vielmehr kann er Teil eines Beziehungsmusters sein, das auf ungelöste Konflikte hindeutet. Daher könnte das Verhalten des Angeklagten in Liezen auf tiefere Probleme in der Beziehung hinweisen.

Wenn Alkohol als Fluchtmittel genutzt wird, verstärkt dies nicht nur die Unsicherheiten in der Partnerschaft, sondern kann auch zu aggressivem Verhalten führen. Experten raten dazu, bei solchen Problemen Hilfe von außen zu suchen. Beratungsstellen wie die Caritas oder Diakonie bieten Unterstützung an, ebenso wie Paartherapien oder Familienberatungen. Im Notfall sollte die Polizei hinzugezogen werden, um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten. Weitere Informationen und Strategien zur Stressbewältigung ohne Alkohol finden sich auf der Webseite der Beziehungswerkstatt Albatros.

Karneval und rechtliche Rahmenbedingungen

Ein ganz anderes, aber ebenso interessantes Thema sind die rechtlichen Rahmenbedingungen rund um den Karneval. Die Karnevalstage, wie Weiberfastnacht und Rosenmontag, gelten gesetzlich als normale Werktage. Arbeitnehmer, die sich krankmelden, um an den Feierlichkeiten teilzunehmen, riskieren Abmahnungen oder sogar Kündigungen. Für viele, die keine Urlaubstage opfern möchten, bleibt nur die Hoffnung auf die „betriebliche Übung“.

Eine Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Köln hat klargestellt, dass Arbeitgeber, die über mehrere Jahre hinweg Urlaub an Karneval gewährt haben, diesen nicht einfach streichen können, es sei denn, die Urlaubstage wurden ausdrücklich unter Vorbehalt gewährt. Arbeitnehmer, die keinen Anspruch darauf haben, müssen regulären Urlaub nehmen. Bei verspäteten Anträgen oder einer hohen Anzahl von Abwesenheiten von Kollegen kann es jedoch sein, dass sie arbeiten müssen. Weitere Details zu den rechtlichen Aspekten rund um den Karneval sind in einem Artikel auf LTO.de zu finden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sowohl die Thematik des Paarstreits in Liezen als auch die rechtlichen Aspekte des Karnevals zeigen, wie wichtig es ist, sich mit den eigenen Beziehungen und den gesetzlichen Rahmenbedingungen auseinanderzusetzen. Ein kritischer Blick auf die eigenen Verhaltensweisen und das Einholen von Rat kann in vielen Fällen der Schlüssel zu einer positiven Veränderung sein.