Im Bezirk Liezen wird in diesem Jahr ein bedeutendes Investitionsvolumen in Straßenprojekte bereitgestellt. Rund eine Million Euro fließen 2023 in die Verbesserung und den Erhalt der Gemeindestraßen. Dies ist Teil eines umfassenden Erhaltungsprogramms, das die steirische Landesregierung für 2026 beschlossen hat und das insgesamt über 4 Millionen Euro für die Fortführung bestehender Projekte sowie für neue Vorhaben bereitstellt. Verkehrslandesrätin Claudia Holzer betont die entscheidende Rolle, die gut instand gehaltene Straßen für die Mobilität, die wirtschaftliche Entwicklung und die Nahversorgung spielen.

Im Rahmen des Erhaltungsprogramms werden steiermarkweit nahezu 10 Millionen Euro in 23 Fortführungs- und 17 Fertigstellungsvorhaben sowie 16 Neuaufnahmen investiert. Im Bezirk Liezen sind unter anderem folgende Projekte geplant: die Neuaufnahme des Forsthauswegs in Bad Mitterndorf, die Fortführung der Lehenbrücke in Haus, der Alten Lassinger Landesstraße in Lassing und der Oberen Leitenstraße in Ramsau sowie die Fertigstellung der Ortsdurchfahrt in Öblarn. Insgesamt werden 17 Projekte im Jahr 2023 abgeschlossen.

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Bedeutung der Investitionen für die Region

Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom hebt hervor, wie wichtig diese Investitionen für die Lebensqualität und den Wirtschaftsstandort Steiermark sind. Auch Landtagsabgeordneter Armin Forstner betont die essenzielle Rolle einer funktionierenden Straßeninfrastruktur im Bezirk Liezen. Die Maßnahmen des Erhaltungsprogramms in Höhe von 400.000 Euro bieten den Gemeinden Planungssicherheit und tragen zur Verbesserung der Lebensqualität vor Ort bei. Dies ist besonders wichtig, um die Gemeinden für zukünftige Herausforderungen fit zu machen und die langfristige Mobilität zu sichern.

Die aktuellen Investitionen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die kommunale Verkehrsinfrastruktur in Österreich unter einem erheblichen Investitionsrückstand leidet. Laut der KfW beläuft sich dieser auf rund 53,4 Milliarden Euro. Für 2025 wird ein bundesweites Defizit von über 30 Milliarden Euro prognostiziert. Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Handlungsfähigkeit vieler Städte und Gemeinden eingeschränkt ist. Daher ist es umso wichtiger, dass Mittel aus dem Erhaltungsprogramm gezielt eingesetzt werden.

Herausforderungen für die Zukunft

Die kommunalen Vertreter fordern dringend mehr Investitionen in die Verkehrswege, um die Mobilität und die wirtschaftliche Entwicklung zu unterstützen. Bürgermeister Ingo Hacker betont, wie wichtig eine gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur für die Erreichbarkeit und die Lebensqualität in den Regionen ist. Auch das Sondervermögen von 100 Milliarden Euro, das für Länder und Kommunen bereitgestellt werden soll, wird nicht ausreichen, um den bestehenden Investitionsstau zu beheben. Daher sind strukturelle Reformen in der Finanzverteilung des Staates notwendig, um die finanzielle Handlungsfähigkeit der Kommunen zu stärken und Bürokratie abzubauen.

Insgesamt ist die Investition von einer Million Euro in Straßenprojekte im Bezirk Liezen ein wichtiger Schritt, um die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger zu verbessern und die regionale Entwicklung zu fördern. Weitere Informationen und Details zu den Projekten finden Sie auch in der ausführlichen Berichterstattung auf meinbezirk.at und arf.at.