Am 8. März feierte die Welt den Internationalen Frauentag, ein Tag, der für Gleichberechtigung und bessere Arbeitsbedingungen steht. In Liezen veranstaltete das AMS anlässlich dieses besonderen Tages eine informative und bereichernde Veranstaltung unter dem Motto „Healthy Women at Work – Nehmen Sie sich Zeit für sich, Ihre Gesundheit zählt“. Die Zielgruppe waren Frauen aus der Region, die sich mit ihrer Gesundheit, ihrem Wohlbefinden und ihrer beruflichen Zukunft auseinandersetzen wollten. Expertinnen betonten die Notwendigkeit, der Frauengesundheit besondere Aufmerksamkeit zu schenken und wiesen darauf hin, dass Frauen oft ihre eigenen Gesundheitsbedürfnisse hinten anstellen.

Ein Vortrag einer Psychologin beleuchtete die Mehrfachbelastungen, denen Frauen im Arbeitsleben ausgesetzt sind, sei es beruflich, familiär oder gesellschaftlich. Wichtige Aspekte für eine langfristige Gesundheit sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, eine ausgewogene Lebensweise und ein richtiges Stressmanagement. Die Veranstaltung bot den Teilnehmerinnen die Möglichkeit, sich aktiv Zeit für sich selbst zu nehmen und ihre Gesundheitsbedürfnisse in den Fokus zu rücken. Darüber hinaus konnten die Frauen kostenlos professionelle Bewerbungsfotos anfertigen lassen, was auf reges Interesse stieß. Eine Fotografin war den gesamten Vormittag vor Ort, um diesen Service anzubieten.

Gesundheitsrisiken durch Mehrfachbelastung

Der Wohlfahrtsverband der evangelischen Kirche in Hessen, vertreten durch den Vorstandsvorsitzenden Carsten Tag, warnte vor den Gesundheitsrisiken, die für Frauen durch Mehrfachbelastungen entstehen. Am Tag der Frauengesundheit, der am 28. Mai gefeiert wird, äußerte Tag, dass Frauen sowohl im Beruf als auch im Privatleben einen größeren Anteil an Haushalts- und Sorgearbeit leisten. Diese Mehrfachbelastung beeinträchtigt erheblich die Gesundheit von Frauen, insbesondere bei alleinerziehenden Müttern, die alles allein managen müssen. Es fehlt an Strukturen und Angeboten, die die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Sorgearbeit erleichtern.

Ein weiteres Problem ist die unzureichende finanzielle Würdigung der unbezahlten Sorgearbeit. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist die Wirtschaft auf die Arbeitskraft von Frauen angewiesen. Daher fordern viele Experten ein gestärktes und ausgebautes Angebot in Prävention, Gesundheitsversorgung, Rehabilitation sowie in der Betreuung und Pflege. Auch faire Bezahlung und auskömmliche Renten für Frauen, die Sorgearbeit leisten oder geleistet haben, stehen auf der Agenda.

Gemeinsam stark werden

Die Veranstaltung in Liezen zog ein positives Fazit und betonte die Bedeutung des Internationalen Frauentags zur Stärkung von Frauen im Beruf und ihrem gesundheitlichen Wohlbefinden. Durch den Austausch und die Vernetzung untereinander konnten die Teilnehmerinnen wertvolle Erfahrungen teilen und Fragen stellen. Solche Initiativen sind unerlässlich, um die Herausforderungen, vor denen Frauen stehen, offen anzusprechen und Lösungen zu finden.

Insgesamt zeigt sich, dass die Themen Frauengesundheit und Gleichberechtigung eng miteinander verknüpft sind. Die Veranstaltungen und Diskussionen rund um den Internationalen Frauentag sind nicht nur ein Zeichen der Solidarität, sondern auch ein wichtiger Schritt in Richtung einer gerechteren Gesellschaft. Sie erinnern uns daran, dass es auch weiterhin notwendig ist, die Anliegen von Frauen in den Fokus zu rücken und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um ihre Lebensqualität zu verbessern. So bleibt der Frauentag nicht nur ein Feiertag, sondern ein Anstoß für Veränderung und Bewusstsein.

Für weiterführende Informationen über die Herausforderungen, die Frauen im Arbeitsleben haben, und mögliche Lösungsansätze, lohnt sich ein Blick auf die Berichterstattung zum Thema, wie sie beispielsweise in den Medien zu finden ist. Ein tiefergehendes Verständnis der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ist entscheidend, um die Gesundheit und das Wohlbefinden von Frauen nachhaltig zu fördern.