Heute ist der 8.02.2026. In der Steiermark, wo die Berge nicht nur die Landschaft, sondern auch die Seele prägen, spielt die Bergrettung eine zentrale Rolle. Empathie und Teamarbeit sind für die erfolgreichen Einsätze unerlässlich. Wie Stefan Schröck, der neue Landesleiter der Bergrettung Steiermark, betont, braucht es für diesen Job wenig Emotion, aber viel Empathie. Dies wird besonders deutlich, wenn man die Herausforderungen betrachtet, mit denen die Bergretter konfrontiert werden, insbesondere in Zeiten, in denen immer mehr Menschen die Berge als Urlaubsziel entdecken, oft ohne die notwendige Vorbereitung. Weitere Informationen finden Sie auf dieser Seite.

Stefan Schröck, der seit 2002 aktiv in der Bergrettung tätig ist, begann seine Laufbahn bereits im Alter von 11 Jahren, begleitet von seinem Großvater in den Bergen. Diese familiäre Verbindung zu den Alpen und das Erbe seiner Oma, die Sennerin war, prägen seine Sicht auf die alpine Rettungsarbeit. Schröck war seit 2017 stellvertretender Landesleiter und hat kürzlich die Leitung der steirischen Bergrettung übernommen. In der Steiermark gibt es 53 Ortsstellen und rund 1.800 Bergretter, die sich gemeinsam für die Sicherheit in den Bergen einsetzen.

Herausforderungen der Bergrettung

Die Bergrettung sieht sich heutzutage mit einer steigenden Zahl an Einsätzen konfrontiert. Nach der Corona-Krise ziehen immer mehr Menschen in die Berge, was nicht nur zu einem Anstieg der Besucherzahlen, sondern auch zu einem Anstieg der Rettungseinsätze wegen Erschöpfung führt. Viele Wanderer und Bergsteiger unterschätzen ihre eigenen Grenzen und die Gefahren, die mit alpinen Tätigkeiten verbunden sind. Dies ist ein Problem, das Stefan Schröck und sein Team sehr ernst nehmen.

Die Ausbildung in der Bergrettung konzentriert sich stark auf das Rettungswesen, nicht auf das Bergsteigen selbst. Dies ist entscheidend, denn der Umgang mit der Ausrüstung und das Verständnis für die eigenen Grenzen sind unerlässlich. Schröck betont, dass in früheren Zeiten mehr Demut und Ehrfurcht im Umgang mit den Bergen herrschten, was heute oft vermisst wird.

Ein Blick in die Zukunft

Die Bergrettung ist auch auf der Suche nach neuen Mitgliedern. Es gibt einen erfreulichen Zulauf an jungen Interessierten, und 2023 wurde erstmals eine Aufnahmeprüfung am Dachstein durchgeführt. Diese Initiative zeigt, dass die Bergrettung nicht nur mit den Herausforderungen von heute konfrontiert ist, sondern auch aktiv daran arbeitet, die Zukunft der alpinen Sicherheit zu sichern. Die Teamarbeit in der Bergrettung wird von Schröck als essenziell hervorgehoben: Jeder Einzelne zählt, und gemeinsam kann man mehr erreichen.

Die Steiermark, reich an beeindruckenden Landschaften und herausfordernden Routen, bleibt ein beliebtes Ziel für viele. Doch die Bergrettung erinnert uns daran, dass Sicherheit und Vorbereitung oberste Priorität haben müssen. Es ist wichtig, die Schönheit der Berge zu genießen, dabei jedoch stets die eigene Sicherheit und die der anderen im Blick zu behalten. Weitere Informationen dazu finden Sie auf dieser Seite.