Österreich steht unter dem schmerzlichen Eindruck einer Tragödie. Nach dem fatalen Amoklauf in Graz, der sowohl die Herzen der Menschen als auch die Gemeinschaft erschüttert hat, wurde eine dreitägige Staatstrauer ausgerufen. Die Trauer um die verlorenen Leben hat auch direkte Auswirkungen auf zahlreiche Veranstaltungen im Land, wie meinbezirk.at berichtet.
Im Bezirk Leoben müssen sich die Bürger:innen in den kommenden Tagen auf einige Absagen und Anpassungen einstellen. So fällt etwa der Marktkirtag in Niklasdorf am 14. und 15. Juni aus. Die Lesung mit Katrin Unterreiner in Kammern, geplant für den 17. Juni, wurde abgesagt, jedoch soll ein Ersatztermin im Herbst bekannt gegeben werden. Auch der Dämmerschoppen des Musikvereins Kammern, vorgesehen für den 13. Juni, wurde auf den 18. Juli verschoben. Das Konzert „Sans Moustache“ in Trofaiach am 13. Juni findet nicht statt, während die „Steirische Roas“ am 14. Juni in geänderter Form durchgeführt wird.
Feste und Trauerbekundungen
Der Oberlandler Kirchtag am 15. Juni wird zwar stattfinden, jedoch in einer abgeänderten Form. Die Heilige Messe, zelebriert von Monsignore Dr. Markus Plöbst, ist den Opfern der Gewalttat gewidmet. Zudem werden die Heilige Messen in der Waasen- und Stadtpfarrkirche zur Feldmesse am Kirchtag verlegt. Das Ziel des Kirchtags besteht darin, bedürftigen Kindern der Region eine Perspektive zu bieten. Im Rahmen dieser traurigen Zeit ruft der Presserat Medien zur Zurückhaltung auf, um dem Anlass gerecht zu werden.
Das geplante Kultur-Highlight, der Steirische Vorlesetag 2025, muss ebenfalls abgesagt werden, was viele unter den Literaturfreunden enttäuscht zurücklässt. Doch es gibt auch Lichtblicke: Vom 19. bis 22. Juni findet das Iron Road for Children Festival in Leoben statt, das mit über 40 Live-Acts, darunter auch internationale Stars, aufwartet. Der Eintritt ist frei und verspricht eine abwechslungsreiche musikalische Fahrt.
Politische Reaktionen und Auswirkungen
Die politische Landschaft zeigt sich ebenfalls betroffen von den Geschehnissen. Am Mittwoch wird eine Trauerminute für die Opfer des Amoklaufs in Graz abgehalten, wie orf.at berichtet. Bundeskanzler Stocker nannte diesen Tag einen „dunklen Tag in der Geschichte unseres Landes“, während Bundespräsident Van der Bellen von einem „Horror“ sprach, der „nicht in Worte zu fassen“ sei. Auch der Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr ist die Fassungslosigkeit ins Gesicht geschrieben, wenn sie von einer „furchtbaren Tragödie“ spricht.
Veranstaltungen in Graz und der steirischen Region sind sehr unsicher, wie kleinezeitung.at meldet. Geplante Feste wie das Usi-Fest und der Grazathlon stehen auf der Kippe und auch in Gleisdorf wurden die Eröffnungen mehrerer Wanderausstellungen abgesagt. Der Bürgermeister hat bereits erklärt, dass auf die offiziellen Festakte verzichtet wird.
In den nächsten Tagen wird es spannend zu beobachten sein, wie sich die Veranstaltungslandschaft in der Steiermark entwickeln wird – ob der ein oder andere Termin doch noch stattfinden kann oder weiter verschoben werden muss. Eines ist jedoch sicher: Die derzeitige Lage wird alle betreffen und zeigt, wie wichtig Mitgefühl und Zusammenhalt in solchen schwierigen Zeiten sind.