Leoben hat sich kürzlich als Hotspot der Logistikbranche präsentiert und mehr als 350 Besuchende zum Internationalen Logistik Sommer (#ILS2025) angezogen. Diese bedeutende Veranstaltung fand vom 16. bis 18. September in der steirischen Stadt statt und stand unter dem Motto: „Digital Empowerment – Redefining Movement for a Sustainable Future“.https://a3bau.at/leoben-als-hotspot-der-logistikbranche Ziel der Veranstaltung war es, als Netzwerk- und Wissensplattform für Visionäre, Newcomer sowie eingefleischte Führungspersönlichkeiten zu dienen. Gernot Valentin von FACC AG betonte, dass der Austausch von Wissen die Qualität der Veranstaltung maßgeblich fördert.

Besonders in der Steiermark ist die Logistikbranche von wachsender Bedeutung. Ing. Josef Herk von der Wirtschaftskammer Steiermark hob hervor, dass der Fokus auf die Infrastruktur eine zentrale Rolle spielt. Bürgermeister Kurt Wallner betonte, dass entscheidende Rahmenbedingungen für die Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz der Region geschaffen werden müssen.

Nachhaltigkeit im Mittelpunkt

Ein zentrales Thema der Konferenz war die Notwendigkeit alternativer Antriebslösungen, wie sie von Mag. Hans Jörg Einfalt von Shell angesprochen wurden. Er forderte eine ganzheitliche Betrachtung der Lebensdauer von Mobilität. Zudem wies Marcella Kral vom ÖAMTC darauf hin, dass intelligente Steuerung und der wachsende Gebrauchtmarkt dazu beitragen, die Preise für E-Mobilität zu senken. Wolfgang Bachler von bachler & partners machte deutlich, dass die Logistik nach wie vor als zentraler Kernprozess gilt, der auch im Hinblick auf Risikobetrachtungen von Bedeutung ist.

Die Anforderungen an die Logistikbranche sind hoch. Gemäß aktuellen Untersuchungen ist der Transport für 5,5 bis 11 Prozent der globalen CO2-Emissionen verantwortlich, und der Bedarf an einer nachhaltigeren Logistik wird zunehmend dringlicher.https://www.iml.fraunhofer.de/de/themenfelder/nachhaltigkeit-in-der-logistik.html Laut Statista verursachte der Verkehr, einschließlich des Güterverkehrs, im Jahr 2022 etwa 19,8 Prozent der Emissionen. Die österreichische Bundesregierung hat sich daraufhin das ambitionierte Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen im Verkehr bis 2030 im Vergleich zu 1990 um fast die Hälfte zu senken.https://de.statista.com/themen/10337/nachhaltige-logistik-und-guetertransportbranche/

Der Weg zur Grünen Logistik

Im Zentrum der Diskussion standen auch innovative Ansätze zur ökologischen Nachhaltigkeit, wie die Reduzierung von Verpackungsmaterial und optimierte Routenplanung. Rund 62 Prozent der befragten Logistikunternehmen haben angekündigt, digitale Technologien zur Förderung der Nachhaltigkeit zu nutzen. Zudem plant ein großer Teil der Unternehmen, die CO2-Emissionen durch Elektro- oder Hybrid-Lieferfahrzeuge zu senken https://www.iml.fraunhofer.de/de/themenfelder/nachhaltigkeit-in-der-logistik.html.

Die Montanuniversität Leoben bot Einblicke in ihre Forschung zu der Wiederverwertung und Lebenszyklusanalyse von Materialien, was eine wichtige Rolle in der nachhaltigen Entwicklung spielt. Andreas W. Streit von REWE International AG betonte, dass Unternehmen aktiven Dialog innerhalb ihrer Lieferketten suchen müssen, um die Herausforderungen der Branche zu meistern. Für die Grüne Logistik wird bis 2028 ein Marktvolumen von nahezu 1,5 Milliarden US-Dollar prognostiziert, was die Notwendigkeit zur Umsetzung nachhaltiger Praktiken weiter unterstreicht.

Die intensive Diskussion um strategische Klarheit und menschliche Nähe zur digitalen Transformation wurde von den ILS-Projektleitern Kajetan Bergles und Birgit Edlinger angestoßen. Es bleibt zu hoffen, dass die bei dieser Veranstaltung formulierten Ziele und Ideen in der Logistikbranche tatkräftig umgesetzt werden können.