Am Samstagnachmittag, gegen 15 Uhr, ereignete sich ein Brand in einer Wohnung in der Lorberaustraße im Stadtteil Donawitz, Leoben. Die Ursache des Feuers wird auf überhitztes Speisefett zurückgeführt. Eine 33-jährige Bewohnerin war allein in der Wohnung und konnte das Feuer selbst löschen. Dabei zog sie sich jedoch Brandverletzungen an beiden Händen zu. Der Rettungsdienst brachte sie ins LKH Hochsteiermark, Standort Leoben, wo sie ambulant behandelt wurde. Trotz des erfolgreichen Löschversuchs durch die Frau musste die Feuerwehr eingreifen.

Die Freiwilligen Feuerwehren Leoben-Stadt und Göss waren mit fünf Fahrzeugen und 32 Einsatzkräften vor Ort. Sie führten Nachlöscharbeiten durch und kontrollierten die Brandstelle mit Wärmebildkameras auf mögliche Glutnester. Solche Vorfälle sind nicht selten, denn Küchen sind häufige Brandorte, insbesondere durch überhitzte Öle und Fette. In Oberösterreich gab es von 2019 bis 2023 durchschnittlich 562 Brände pro Jahr, wobei 71 Fettbrände registriert wurden, die Schäden von etwa 2,6 Millionen Euro verursachten. Die Dunkelziffer ist möglicherweise um 50% höher.

Ursachen und Prävention von Küchenbränden

Die häufigste Brandursache in Küchen sind überhitzte Fette, gefolgt von unbeaufsichtigtem Kochen. Bei einem Fettbrand ist es wichtig, den Topf oder die Pfanne von der Hitzequelle zu nehmen und mit einem Deckel oder einer Löschdecke abzudecken. Wasser darf niemals zur Löschung verwendet werden, da dies zu einer Fettexplosion führen kann. Experten empfehlen, bei der Zubereitung von Speisen stets wachsam zu sein und regelmäßig elektrische Geräte in der Küche zu warten.

Rauchwarnmelder spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle bei der Brandverhütung, doch in Österreich haben 37% der Haushalte keinen solchen Schutz installiert. Besonders in der Winter- und Weihnachtszeit, wenn die Kochaktivitäten zunehmen, ist Vorsicht geboten. Ein Notfallplan und das Wissen über den Umgang mit Feuerlöschern sind entscheidend für die Sicherheit in den eigenen vier Wänden.

Brandgefahren in Gastronomie und Hotellerie

Die Brandgefahren sind nicht nur im heimischen Bereich relevant, sondern auch in der Gastronomie und Hotellerie besonders hoch. Hier sind Küchenbrände die häufigsten Brandherde, da das Frittieren und Anbraten von Speisen mit heißem Öl und Fett die Hauptursache für Fettbrände darstellt. Zudem können Fettansammlungen in Lüftungen und Rohrkanälen ein zusätzliches Risiko darstellen.

Um Brände zu verhindern, ist sauberes Arbeiten und ständige Reinigung unerlässlich. Auch die richtige Lagerung von Müll, mindestens fünf Meter vom Gebäude entfernt in feuerfesten Behältern, ist wichtig. In der Gastronomie sind spezielle Feuerlöscher, wie Schaumfeuerlöscher und Fettbrandlöscher, von großer Bedeutung. Diese sollten regelmäßig gewartet werden, um im Notfall effektiv eingesetzt werden zu können.

Der Vorfall in Leoben zeigt eindrücklich, wie wichtig Präventionsmaßnahmen und das richtige Verhalten im Brandfall sind. Durch einfache Maßnahmen können viele Brände vermieden werden und im Ernstfall kann schnelles Handeln Leben retten. Informieren Sie sich über die Gefahren und schützen Sie sich und Ihre Familie.

Weitere Informationen zu Brandverhütung und Sicherheit finden Sie unter diesem Link, hier und hier.