Im Herzen der Steiermark, genauer gesagt am Europagymnasium Leoben, hat sich einmal mehr bewiesen: Hier werden Talente nicht nur gefördert, sondern auch ausgezeichnet. Der Maturant David Zwigl hat mit seiner Abschlussarbeit gleich vier renommierte Preise abgeräumt und somit das Renommee seiner Schule als Talenteschmiede untermauert. Na, wenn das nicht nach einer tollen Leistung klingt!

Im September konnte Zwigl stolz den dritten Platz beim Dr.-Hans-Riegel-Fachpreis für seine hervorragende Arbeit „Neue Katalysatormaterialien zur CO₂-Umwandlung in nachhaltige Energieträger“ entgegennehmen. Die Fachjury war sich einig: Die Professionalität, die Tiefe und das hohe wissenschaftliche Niveau seiner Arbeit sind beeindruckend und verdienen höchste Anerkennung. Dabei entwickelte Zwigl neue Katalysatoren im Rahmen eines Praktikums an der Montanuniversität Leoben unter der Anleitung von Professor Christoph Rameshan.

Vielseitige Auszeichnungen für Zwigl

Doch das war erst der Anfang. Nur eine Woche nach seiner Dr.-Hans-Riegel-Auszeichnung erhielt der talentierte Schüler den Young Scientists Award beim eKKon-Kongress in Wien, der mit 1.000 Euro dotiert ist. Dies zeigt, dass der junge Wissenschaftler auch über die Grenzen seiner Schule hinaus große Beachtung findet.

Im Juni dieses Jahres konnte David Zwigl bereits den Hauptpreis der Gesellschaft Österreichischer Chemiker (GÖCH) für die beste umweltchemische Arbeit gewinnen, gefolgt vom Prix Styria der Steirischen Landesbibliothek. Diese Erfolge markieren nicht nur einen persönlichen Triumph, sondern stehen auch für die Bedeutung von Forschung und Entwicklung in der modernen Chemie.

Forschung zur CO₂-Umwandlung

Wie Zwigls Arbeit zeigt, steckt in der Umwandlung von CO₂ viel Potenzial, das auch von Institutionen wie dem Fraunhofer-Institut aufgegriffen wird. Laut den Forschern dort, die an effizienten Technologien zur CO₂-Umwandlung in Wertstoffe arbeiten, kommt es auf die richtige Elektrokatalyse an. „Spannungsquellen liefern elektrische Energie über Elektroden, die Katalysatoren erleichtern chemische Reaktionen“, erklärt Ulf-Peter Apfel von der Forschungsgruppe, die auch mit Professor Dr. Wolfgang Schöfberger von der Johannes Kepler Universität Linz kooperiert. Sie haben Systeme entwickelt, die beeindruckende Ergebnisse erzielen, wie Stromdichten von über 300 Milliampere pro Quadratmeter und Stabilität über 100 Stunden ohne nennenswerte Zerfallserscheinungen.

Diese Forschungsergebnisse eröffnen neue Möglichkeiten für die Verwendung hocheffizienter homogenen Elektrokatalysatoren in elektrochemischen Prozessen. Und das passt bestens zu Zwigls Vision einer umweltfreundlicheren Zukunft, die sich in seiner Arbeit widerspiegelt.

Der Direktor des Europagymnasiums, Rene Traar, hebt die Bedeutung der Begabtenförderung hervor und lobt das Engagement des Lehrpersonals, das diese Talente entdeckt und fördert. „Es ist wichtig, unsere Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg zu unterstützen und ihnen die notwendig Ressourcen zu bieten, damit sie ihre wissenschaftlichen Ziele erreichen können“, so Traar.

David Zwigl ist somit nicht nur ein glänzendes Beispiel für das, was am Europagymnasium Leoben geleistet wird, sondern auch ein Hoffnungsträger für die Zukunft der Chemie und nachhaltiger Technologien. Man kann nur gespannt sein, was wir von ihm noch alles hören werden!

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