Die Montanuniversität Leoben hat im April 2026 ihre Tore für den Ingenieurnachwuchs geöffnet und veranstaltete vom 7. bis 11. April die CampDays. Dabei nahmen 64 Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren an einem abwechslungsreichen Programm teil, das sowohl theoretische Wissensvermittlung als auch praktische Laborarbeit umfasste. Ein besonderes Highlight war der Austausch mit Fachleuten, der den jungen Talenten wertvolle Einblicke in die Ingenieurwelt bot.
Die CampDays setzten auf mehrere thematische Schwerpunkte, die für die zukünftige Berufswahl von großer Bedeutung sind. Unter anderem wurden die MetalDays thematisiert, die sich mit nachhaltiger Metallproduktion und moderner Werkstofftechnik beschäftigten. Daneben boten die ResourceDays Einblicke in die Gewinnung und kreislauforientierte Verarbeitung von Rohstoffen. Auch die CO₂Days und die EnergyDays standen auf dem Programm, wobei Technologien zur Kohlenstoffspeicherung und die Mechanismen der Stromerzeugung im Fokus waren.
Exkursionen und Vernetzung
Ein weiterer Teil des Programms waren die Exkursionen zu Industriepartnern. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchten unter anderem die Voestalpine, wo moderne Stahlproduktion demonstriert wurde, sowie die Komptech, die innovative Verfahren zur Rohstoffrückgewinnung aus Abfällen vorstellte. Auch die ÖBB und der Erzberg – ein aktiver Bergbaubetrieb und Forschungseinrichtung für Tunnelbau – waren Teil der Exkursionen. Diese Erlebnisse ermöglichten den Jugendlichen einen direkten Einblick in die Praxis und die Verknüpfung von Wissenschaft und Industrie in Leoben.
Zusätzlich zu den Exkursionen gab es Vernetzungsformate mit 19 Absolventinnen und Absolventen, die den jungen Teilnehmern wertvolle Hinweise zur Karriereplanung gaben. Interaktive Formate wie „Beat the Prof“ förderten den Dialog zwischen Lehrenden, Studierenden und Gästen. Insgesamt boten die CampDays eine hervorragende Orientierungshilfe für die zukünftige Studien- und Berufswahl der Jugendlichen.
Studienmöglichkeiten an der Montanuniversität
Die Montanuniversität Leoben bietet ein breit gefächertes Studienangebot im Bereich Metallurgie und Metallkreisläufe. Im Bachelorstudium werden Themen wie die Gewinnung, Verarbeitung und Formgebung metallischer Werkstoffe behandelt. Die Studierenden lernen auch moderne Gießverfahren, die für High-Tech-Branchen wie die Raumfahrt von Bedeutung sind. In der heutigen Zeit, in der das Schließen von Stoffkreisläufen und die klimaneutrale Herstellung metallischer Werkstoffe im Vordergrund stehen, sind die Berufsfelder für Metallurginnen und Metallurgen ebenso vielfältig wie bedeutend. Zu den Karrieremöglichkeiten zählen unter anderem Positionen als Metallurgin, Anlageningenieurin oder Produktionsleiter*in (Quelle).
Der Stellenwert der Werkstofftechnik
Werkstoffe sind nicht nur in der Industrie von großer Bedeutung, sondern beeinflussen auch unseren Alltag erheblich – sei es bei Kleidung, Lebensmittelverpackungen oder in der Luft- und Raumfahrt. Etwa 70 Prozent aller Innovationen basieren auf der Weiterentwicklung der Werkstofftechnik. Die Montanuniversität Leoben nimmt hier eine zentrale Rolle ein, da nur wenige Universitäten vollständige Studiengänge in Werkstofftechnik anbieten. Besonders herauszuheben ist der Masterstudiengang Nachhaltige Werkstofftechnik, der anwendungsnahe Inhalte vermittelt und auf ingenieurswissenschaftliche Aspekte sowie nachhaltige Anwendungen fokussiert ist (Quelle).
Insgesamt zeigen die CampDays der Montanuniversität Leoben, wie wichtig die Verbindung von Wissenschaft und Industrie ist und dass die Ausbildung des Ingenieurnachwuchses in Österreich in diesen spannenden und zukunftsträchtigen Bereichen einen besonderen Stellenwert einnimmt.