Heute ist der 13.02.2026 und in Leoben wird ein neues Kapitel in der Landwirtschaft aufgeschlagen. Barbara Pollinger, die seit Januar 2026 als Bezirksbäuerin in Leoben tätig ist, bringt frischen Wind in die Branche. Gemeinsam mit ihrem Mann Johann betreibt sie einen Bio-Milchwirtschaftsbetrieb in Mautern, wo sie 70 Rinder, darunter 37 Milchkühe, hält. Ihre Liebe zur Landwirtschaft fand ihren Ursprung in einer Ausbildung zur Friseurin, doch die Leidenschaft für das Reiten und die Natur ließ sie schließlich in der Landwirtschaft Fuß fassen. Ein Highlight ihrer Schulzeit war die Matura, die sie 2012 mit dem Thema „Das Pferd als Sportgerät“ ablegte.

Barbara Pollinger hat sich in ihrer neuen Rolle nicht nur das Wohl der Bäuerinnen auf die Fahnen geschrieben, sondern auch die Sichtbarkeit und die mentale Gesundheit dieser oft unterrepräsentierten Gruppe. „Wir müssen zusammenhalten und uns gegenseitig unterstützen“, so Pollinger. In ihrer Funktion als Bezirksbäuerin plant sie, ein Netzwerk aufzubauen, von dem alle profitieren können. Sie übernimmt das Amt von Johanna Hafellner und sieht das Jahr 2026, das als Internationales Jahr der Bäuerin gefeiert wird, als ideale Gelegenheit, um neue Impulse zu setzen.

Ein starkes Netzwerk für Bäuerinnen

Pollinger möchte zu Beginn ihrer Amtszeit hinhören und eine Bestandsaufnahme in den Gemeinden durchführen. „Ich will wissen, was die Bäuerinnen wirklich brauchen“, betont sie. Ein zentrales Anliegen wird die rechtliche und finanzielle Absicherung von Frauen in der Landwirtschaft sein. Sie plant, Informationen über Rechte und Angebote für Bäuerinnen über verschiedene Kanäle zu verbreiten, damit diese sich besser vernetzen und informieren können.

Besonders positiv äußert sich Pollinger zur „Bäuerinnen-Challenge“ in sozialen Medien. Diese Initiative soll das Bewusstsein für die Leistungen von Bäuerinnen stärken und deren Sichtbarkeit erhöhen. „Wir müssen zeigen, was wir leisten“, sagt sie. Der Zusammenhalt und die Kommunikation innerhalb der Gemeinschaft sind für sie essenziell, um Herausforderungen erfolgreich zu meistern.

Ein Blick in die Zukunft

Barbara Pollinger ist nicht nur Bezirksbäuerin, sondern auch Mutter eines siebenjährigen Sohnes und leitet zusätzlich einen Forstbetrieb sowie ein Wasserkraftwerk. Diese vielfältigen Tätigkeiten spiegeln ihre Überzeugung wider, dass Bäuerinnen in der heutigen Zeit eine Stimme brauchen und gehört werden sollten. Der Fokus auf die mentale Gesundheit ist ihr ebenfalls wichtig, denn die Herausforderungen in der Landwirtschaft sind oft groß und können zu einem hohen Druck führen.

Mit einer klaren Vision und dem Wunsch, das Leben der Bäuerinnen in ihrer Region zu verbessern, ist Barbara Pollinger bereit, neue Wege zu gehen. Ihre Anstrengungen und ihr Engagement sind nicht nur für die Bäuerinnen in Leoben von Bedeutung, sondern könnten auch als Beispiel für andere Regionen in Österreich dienen. Die Initiative, ein starkes Netzwerk aufzubauen, wird sicherlich dazu beitragen, die Position von Frauen in der Landwirtschaft nachhaltig zu stärken.

Für weitere Informationen über Barbara Pollinger und ihre Visionen für die Bäuerinnen in Leoben kann man die Artikel auf Kleine Zeitung und Mein Bezirk nachlesen.