Am 31. Januar fand in der Volksschule Linden in Leibnitz eine spannende Veranstaltung statt: die Sanitätsleistungsprüfung der Feuerwehr-Sanitätstrupps. 104 Trupps aus den Bereichsfeuerwehrverbänden Leibnitz und Deutschlandsberg stellten sich dieser anspruchsvollen Prüfung, die in verschiedenen Stufen – Bronze, Silber und Gold – durchgeführt wurde. Die Teilnehmer, bestehend aus einem Truppkommandanten und zwei Sanitätstruppmännern, mussten ihr Wissen und Können an mehreren Stationen unter Beweis stellen.

Die Prüfungsstationen umfassten unter anderem die Beantwortung eines Fragenkatalogs, das Anlegen von Druckverbänden, die Versorgung von Brandverletzten, die Anwendung eines Defibrillators sowie die Bergung einer Person mit einer Schaufeltrage. Besonders erfreulich war die Leistung des Bereichsfeuerwehrverbands Leibnitz, der mit 69 Trupps aus 19 Feuerwehren antrat. Von diesen konnten 44 Trupps die Bronze-Stufe erreichen, 18 Trupps die Silber-Stufe und 7 Gruppen sogar die Gold-Stufe fehlerfrei meistern. Der Bereichsfeuerwehrverband Deutschlandsberg stellte 35 Trupps, von denen 25 in Bronze, 8 in Silber und 2 in Gold abschlossen. Das Bewerterteam bestand aus 35 erfahrenen Personen, die den hohen Stellenwert des Fachgebiets Sanität in den Feuerwehren unterstrichen, wie Bewerbsleiter Werner Schintler betonte. Für weitere Informationen zur Veranstaltung kann die vollständige Berichterstattung unter diesem Link nachgelesen werden.

Ausbildung zum Feuerwehrsanitäter

Um die hohe Qualität der Sanitätsleistungen in den Feuerwehren aufrechtzuerhalten, ist eine fundierte Ausbildung unerlässlich. In Deutschland wird die Ausbildung zum Feuerwehrsanitäter oder First Responder angeboten, die in Baden-Württemberg und Bayern anerkannt ist. In Baden-Württemberg umfasst die Ausbildung etwa 80 Stunden und orientiert sich an den Empfehlungen des Landesfeuerwehrverbands sowie Hilfsorganisationen. In Bayern gibt es sowohl einen Standard- als auch einen Premiumkurs für First Responder. Der Standardkurs umfasst 48 Unterrichtseinheiten und entspricht der Sanitätshelferausbildung, während der Premiumkurs mit 80 Stunden umfangreicher ist und für Feuerwehren mit regelmäßigen Einsätzen empfohlen wird.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, den Grundkurs mit einem Aufbaukurs von 32 Unterrichtseinheiten zu kombinieren, um die insgesamt erforderlichen 80 Unterrichtseinheiten zu erreichen. Fortbildungen werden regelmäßig angeboten, beispielsweise 4 Stunden in einem halben Jahr in Bayern. Weitere Details zur Ausbildung können auf der Website von Werner Notfallvorsorge unter diesem Link abgerufen werden.

Regelungen und Richtlinien für Ersthelfergruppen

Die Bedeutung der Ausbildung und der Einsatzbereitschaft von Feuerwehrsanitätern wird durch verschiedene Regelungen untermauert. So hat das Bayerische Staatsministerium des Innern bereits am 27. April 2011 einen Leitfaden für örtliche Einrichtungen organisierter Erster Hilfe herausgegeben. Dieser Leitfaden, der auch für Ersthelfergruppen der Feuerwehr gilt, beschreibt unter anderem eine mindestens 48-stündige Ausbildung zur Grundqualifikation und eine vertiefende Ausbildung von mindestens 80 Stunden für häufigere Einsätze der Ersthelfergruppen. Diese Bekanntmachungen sind in den Amtsblättern veröffentlicht und können von interessierten Personen heruntergeladen werden, wodurch die Standards und Anforderungen an die Ausbildung transparent gemacht werden.

Für detaillierte Informationen zu diesen Regelungen und deren Bedeutung für die Feuerwehrsanitäter ist der Leitfaden auf der Webseite des Landesfeuerwehrverbands Bayern unter diesem Link verfügbar.