Am 11. Februar fand in Leibnitz ein spannender Workshop mit dem Titel „Menschliche Intelligenz trifft auf Künstliche Intelligenz“ statt. Organisiert von zam Leibnitz in Zusammenarbeit mit dem AMS Leibnitz, bot die Veranstaltung den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich umfassend über die aktuellen Entwicklungen der Künstlichen Intelligenz (KI) zu informieren. Die Trainerinnen des zam gewährten spannende Einblicke und führten die Teilnehmenden durch interaktive Inhalte und verständliche Beispiele, die den sinnvollen Einsatz von KI im Arbeitsalltag verdeutlichten.
Ein besonderes Highlight des Workshops war die Gestaltung als Escape Room, die für eine spielerische Atmosphäre sorgte. Offene Gesprächsrunden ermöglichten den Austausch zwischen den Teilnehmenden und boten Raum für Fragen und Vernetzung. Die Teilnehmer aus der regionalen Geschäftsstelle des AMS Leibnitz erhielten praxisnahe Kenntnisse über das Zusammenspiel von menschlicher und Künstlicher Intelligenz. Ziel des Workshops war es, die Arbeitsmarktchancen von Frauen zu verbessern und sie bei der Erarbeitung und Umsetzung von Berufswegen und Karriereplänen zu unterstützen.
Die Rolle der Künstlichen Intelligenz im Arbeitsmarkt
Die Veröffentlichung von ChatGPT Ende 2022 hat den Einsatz von KI in unserem Alltag und in der Arbeitswelt maßgeblich gefördert. KI kann mittlerweile komplexe Texte generieren, realitätsnahe Bilder erstellen und sogar fehlerhafte Produkte in Fabriken erkennen. Eine Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) zeigt, dass die Gesamtzahl der Arbeitsplätze in Deutschland weitgehend konstant bleiben sollte, jedoch mit erheblichen Veränderungen einhergeht. So könnten etwa 800.000 Arbeitsplätze durch KI wegfallen, während gleichzeitig etwa 800.000 neue entstehen könnten.
Das jährliche Wirtschaftswachstum könnte zudem um 0,8 Prozentpunkte höher liegen, wenn KI breit eingesetzt wird. Besonders betroffen sind Unternehmensdienstleistungen, Sekretariatsdienste und Callcenter, wo die Beschäftigtenzahl um etwa 120.000 sinken könnte. Auf der anderen Seite wird ein Anstieg der Erwerbstätigen im Bereich IT- und Informationsdienstleistungen um voraussichtlich 110.000 erwartet. Diese Entwicklungen zeigen, dass der Einsatz von KI nicht nur Risiken, sondern auch Chancen birgt.
Herausforderungen und Perspektiven
Die Fortschritte im Bereich der Künstlichen Intelligenz sind bedeutende Treiber des Wandels in der Arbeitswelt. Diese Veränderungen sind hauptsächlich auf Automatisierung und Vernetzung zurückzuführen. Während einige Befürchtungen über Arbeitsplatzverluste durch KI bestehen, gibt es auch Hoffnungen auf neue Tätigkeitsfelder und Kooperationsformen. Wissenschaftler betonen, dass KI sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer betreffen kann und dass eine gesellschaftliche Gestaltung des Wandels notwendig ist. Instrumente wie Gewerkschaften und Betriebsräte sollten hierbei eine wichtige Rolle spielen.
Ein weiterer zentraler Aspekt ist die Notwendigkeit von Weiterbildung und beruflicher Neuorientierung. Analytisches Denken und unternehmerische Initiative sollen gefördert werden, um den Anforderungen des sich wandelnden Arbeitsmarktes gerecht zu werden. Enzo Weber vom IAB sieht zudem zu geringe Investitionen in KI durch deutsche Unternehmen und warnt, dass Deutschland ohne KI international an Wettbewerbsfähigkeit verlieren könnte, was letztlich die Wirtschaftskraft schwächen würde.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Workshop in Leibnitz nicht nur ein Austauschforum bot, sondern auch ein wichtiger Schritt in Richtung einer besseren Integration von KI in die Arbeitswelt darstellt. Die Herausforderungen sind groß, die Chancen jedoch ebenso. Umso wichtiger ist es, dass solche Initiativen fortgeführt werden, um die Teilnehmenden auf die zukünftigen Entwicklungen optimal vorzubereiten.