Heute ist der 8.03.2026 und wir werfen einen Blick auf die beeindruckende Karriere von Lena Kemmer, einer jungen Frau aus Heiligenkreuz am Waasen, die mit ihrem Engagement in der Motorrad-Weltmeisterschaft und ihrer beruflichen Ausbildung als KFZ-Technikerin auf sich aufmerksam gemacht hat. Mit nur 21 Jahren hat Lena bereits viel erreicht, darunter die Teilnahme an der ersten Motorrad-Weltmeisterschaft für Frauen, wo sie als erste Österreicherin in diesem Wettbewerb an den Start ging. Ihr Vater, Bertl Kemmer, ist Motorradfahrer und Teamchef bei 2Rad-Kemmer, was sicherlich auch einen Einfluss auf ihre Leidenschaft für den Rennsport hatte.

Lena hat ihre Lehre zur KFZ-Technikerin bei AVL List mit Auszeichnung abgeschlossen und stets hervorragende Noten erzielt. Sie arbeitet seitdem im Prototypenbau bei AVL. Neben ihrer technischen Karriere hat sie sich auch als Testfahrerin und Reporterin für Motorrad-Zeitschriften und Online-Plattformen einen Namen gemacht. Ihr Engagement und ihre Fähigkeiten wurden kürzlich mit der Auszeichnung zur steirischen „Meisterin des Jahres“ gewürdigt. Lena legt großen Wert auf Selbstbewusstsein und ermutigt insbesondere Frauen, ihre Interessen zu verfolgen, auch in männerdominierten Berufen.

Ein Blick auf die Motorrad-Weltmeisterschaft

Die Frauen-Weltmeisterschaft hat sich im ersten Jahr etabliert und viele Fans gewonnen, nicht nur durch die spannenden Rennen, sondern auch durch die offene und begeisterte Kommunikation der Teilnehmerinnen. Lena Kemmer, die in der vergangenen Saison WM-22. wurde und in der Hälfte der Rennen Punkte erzielen konnte, hat sich jedoch entschieden, nicht für die nächste Saison zu kandidieren. Dies ist eine bewusste Entscheidung, um sich auf ihre Meisterprüfung und einen Unternehmerkurs zu konzentrieren, die sie im Februar 2026 abschließen möchte. Diese Weiterbildung wird drei Monate in Anspruch nehmen, und Lena möchte anderen Fahrern die Chance geben, die WM zu nutzen, während sie selbst ihre beruflichen Ziele verfolgt.

Obwohl es für Lena schwierig war, ihren Rückzug aus der WM zu akzeptieren, sieht sie es als die beste Entscheidung an. „Ich kann nicht von Rennsport leben“, betont sie und plant, einige Rennen zu besuchen, um sich optimal auf eine mögliche Rückkehr in der Saison 2026 vorzubereiten. Die Startliste für die kommende Saison umfasst 24 Teilnehmerinnen, die zwölf Rennen auf sechs Strecken bestreiten werden, und Lena wird die Entwicklung von außen beobachten.

Ein Vorbild für junge Frauen

Lena Kemmer ist nicht nur eine talentierte Rennfahrerin, sondern auch ein Vorbild für viele junge Frauen. Sie möchte anderen Mut machen, ihren Interessen nachzugehen und das zu tun, was ihnen Spaß macht. Ihr Weg zeigt, dass es möglich ist, in einem technischen Beruf erfolgreich zu sein und gleichzeitig seine Leidenschaft für den Sport auszuleben. Mit ihrem Engagement und ihrer Entschlossenheit wird sie sicherlich vielen Frauen in ähnlichen Situationen Inspiration bieten.

Die Kombination aus technischer Kompetenz und sportlichem Ehrgeiz macht Lena zu einer bemerkenswerten Persönlichkeit in der österreichischen Motorsport-Szene. Ihre Geschichte ist ein Beispiel dafür, wie wichtig es ist, eigene Interessen zu verfolgen und Herausforderungen anzunehmen, egal in welchem Bereich. Wir dürfen gespannt sein, was die Zukunft für Lena Kemmer bereithält, sowohl in der Welt des Rennsports als auch in ihrer beruflichen Laufbahn. Weitere Informationen zu ihrer beeindruckenden Karriere finden Sie in diesem Artikel hier und zu ihrem Rückzug aus der WM hier.