Im Bezirk Leibnitz hat das Kriseninterventionsteam (KIT) des Roten Kreuzes seine monatliche Teamsitzung abgehalten, um sich mit einem besonders wichtigen Thema auseinanderzusetzen: dem professionellen Umgang mit Hunden in Krisensituationen. Der Vortrag von Katja Stopper, einer ehrenamtlichen KIT-Mitarbeiterin, Hundetrainerin und Hundeverhaltensberaterin, beleuchtete die richtige Einschätzung von Hunden im Haushalt von Betroffenen. Die Einsatzkräfte wurden dazu angehalten, das sensible Verhalten von Tieren in Krisensituationen besonders zu beachten, da diese oft nicht nur physische, sondern auch psychische Unterstützung benötigen.

Ein zentrales Anliegen der Sitzung war die besondere Aufmerksamkeit auf Einsätze nach schweren Beißvorfällen, die medizinische und psychosoziale Betreuung erfordern. Katja Stopper stellte nicht nur theoretische Aspekte vor, sondern gab auch Einblicke in ihre persönliche Erfahrung. Eine Betroffene und ihre Partnerin berichteten von der wertvollen Unterstützung, die sie durch das KIT Leibnitz erhalten hatten. Solche Erfahrungsberichte verdeutlichen die Bedeutung von kontinuierlicher Fortbildung und fachlichem Austausch für die Krisenintervention im Bezirk Leibnitz und darüber hinaus. Weitere Informationen zu diesem Thema sind in einem Artikel von Mein Bezirk nachzulesen.

Tiergestützte Interventionen im Fokus

Die Anerkennung von tiergestützter Therapie und Pädagogik wächst in der Gesellschaft und Studien belegen zunehmend die Erfolge und den Nutzen dieser Konzepte. Der interdisziplinäre Dialog zwischen Wissenschaftlern und Fachkräften nimmt zu, und immer mehr Fachkräfte aus verschiedenen Tätigkeitsfeldern praktizieren tiergestützte Interventionen. Der Mensch-Tier-Kontakt und systematisch geplante Settings sind dabei von entscheidender Bedeutung für professionelle Interventionen.

Das Institut Tiere im Einsatz, das 2007 gegründet wurde, bietet umfangreiche Weiterbildungen in tiergestützter Intervention an. Die Ausbildung umfasst mehrere Seminarblöcke mit unterschiedlichen Schwerpunkten und beinhaltet eine praktische Ausbildung mit eigenem Hund. Das Institut steht für Qualität und Professionalität und wird fortlaufend durch die International Society for Animal Assisted Therapy (Isaat) reakkreditiert. Nur wenige Institute weltweit haben diese Auszeichnung erhalten. Ziel des Instituts ist es, die Anzahl innovativ agierender Fachkräfte zu vergrößern und die Qualitätsstandards zu erhöhen. Mehr Informationen sind auf der Webseite des Instituts Tiere im Einsatz zu finden.

Wegweiser für Interessierte

Für all jene, die sich intensiver mit dem Thema tiergestützte Interventionen auseinandersetzen möchten, gibt es zahlreiche Angebote zur Weiterbildung. Ein umfassendes Informationsangebot bietet die Webseite Lernen mit Tieren, auf der Interessierte weitere Details zu Kursen und Seminaren finden können. In einer Zeit, in der die Relevanz von tiergestützten Konzepten stetig wächst, ist es entscheidend, dass Fachkräfte gut ausgebildet sind, um den Bedürfnissen von Mensch und Tier gerecht zu werden.