Die Freiwillige Feuerwehr Hasendorf hat in ihrer kürzlich abgehaltenen Wehrversammlung eine beeindruckende Bilanz für das Arbeitsjahr 2025 gezogen. Im Rüsthaus versammelten sich zahlreiche Kameradinnen und Kameraden, um die stolzen 6.576 ehrenamtlichen Stunden zu feiern, die sie im vergangenen Jahr geleistet haben. Ehrengäste wie BR Friedrich Partl, Bürgermeister Peter Stradner und ABI Wilfried Perner waren anwesend, um ihre Wertschätzung für die unermüdliche Arbeit der Feuerwehrleute auszudrücken.
Der Jahresbericht von HBI Kevin Hebar bot einen umfassenden Rückblick auf die 35 Einsätze, 41 Übungen und 350 Tätigkeiten, die die Feuerwehr im vergangenen Jahr bewältigt hat. Die Versammlung behandelte auch die Berichte der Sonderbeauftragten sowie die Beförderungen und Ernennungen von Feuerwehrkameradinnen und -kameraden. Ein neuer Kamerad wurde offiziell angelobt, und die Grußworte der Ehrengäste wurden mit großem Applaus entgegengenommen. In seinen Schlussworten lobte HBI Kevin Hebar den Einsatz und das Engagement seiner Kameraden, bevor die Wehrversammlung mit einem geselligen Teil endete. Weitere Informationen zur Versammlung finden Sie in dem Artikel von MeinBezirk.
Ehrenamtliches Engagement in Deutschland
Ehrenamtliche Tätigkeiten sind das Rückgrat einer aktiven Gesellschaft und finden in vielen Bereichen statt, von Freiwilligen Feuerwehren bis hin zu Sportvereinen und Wohltätigkeitsorganisationen. Jedes Jahr am 5. Dezember wird der „Internationale Tag des Ehrenamtes“ gefeiert, um diese wertvollen Beiträge zu würdigen. Im Jahr 2025 engagierten sich rund 16,9 Millionen Menschen in Deutschland ehrenamtlich, was eine Beteiligungsquote von 27,5 Prozent an organisierter Freiwilligenarbeit bedeutet. Diese Quote ist leicht höher als in der Schweiz und Österreich.
Besonders junge Menschen unter 27 Jahren nutzen häufig Freiwilligendienste als „Gap Year“, um Erfahrungen zu sammeln, bevor sie ihre berufliche Laufbahn einschlagen. Der Bundesfreiwilligendienst, der seit 2011 besteht, steht allen Altersgruppen offen und bietet wichtige Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Mitgestaltung. Trotz der zunehmenden Anforderungen, die durch den Klimawandel und häufigere Extremwettereignisse entstehen, bleibt das ehrenamtliche Engagement in Deutschland konstant.
Die Herausforderungen im Zivil- und Katastrophenschutz
In Deutschland gibt es etwa 1,76 Millionen Ehrenamtliche ab 18 Jahren, die im Zivil- und Katastrophenschutz tätig sind. Diese Engagementquote beträgt rund drei Prozent der deutschen Wohnbevölkerung und ist seit 1999 konstant. Die Studie von Zivilgesellschaft in Zahlen (ZiviZ) zeigt jedoch, dass viele Organisationen nicht genügend Mitglieder haben, um die gestiegenen Anforderungen zu bewältigen. Besonders in Zeiten häufiger Extremwetterereignisse sind ehrenamtliche Einsatzkräfte unverzichtbar.
Die Herausforderung liegt nicht nur in der Rekrutierung neuer Mitglieder, sondern auch in der Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Zivil- und Katastrophenschutz. BBK-Präsident Ralph Tiesler und Peter Schubert, der Studienleiter von ZiviZ, betonen die Notwendigkeit gezielter Maßnahmen zur Stärkung der Strukturen im Bevölkerungsschutz. Dazu gehören unter anderem die bessere Vereinbarkeit von Ehrenamt und Beruf sowie der Abbau von Bürokratie.
Die Freiwillige Feuerwehr Hasendorf ist ein eindrucksvolles Beispiel für die Bedeutung des Ehrenamts in unserer Gesellschaft. Ihr Engagement und die der vielen anderen Ehrenamtlichen tragen entscheidend zur Sicherheit und zum Zusammenhalt der Gemeinschaft bei. In diesem Sinne ist es wichtig, die Wertschätzung und die Unterstützung für ehrenamtliches Engagement weiter zu fördern.