In Leibnitz wird es wieder spannend für alle Radliebhaber: Am 28. März zwischen 9 und 12 Uhr findet die traditionelle Fahrradbörse der Grünen statt. Diese Veranstaltung hat sich über die Jahre hinweg zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt und wird seit mehreren Jahren am Hauptplatz Leibnitz durchgeführt. Die Idee für diese Börse stammt von Gemeinderat Otmar Handler, der 2017 nach Heiligenkreuz zog. Hier können gut erhaltene und funktionstüchtige Fahrräder zu günstigen Preisen erworben werden, was nicht nur den Geldbeutel schont, sondern auch einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leistet.

Im vergangenen Jahr wurden bei dieser beliebten Veranstaltung 84 von 131 angebotenen Fahrrädern innerhalb von nur drei Stunden verkauft. Der Ablauf ist denkbar einfach: Verkäufer bringen ihre Fahrräder zum Rathausplatz, nennen den Verkaufspreis, und ein Mechaniker überprüft den Zustand der Räder. Jedes Fahrrad erhält eine Nummer und wird zum Verkauf aufgestellt, wobei auch Probefahrten möglich sind. Neu in diesem Jahr ist die Einführung einer kleinen Abwicklungsgebühr. Bei Fragen können Interessierte Anita Winkler unter Tel.: 0681/20233441 kontaktieren.

Filmabend und Fahrradbörse in Leibnitz

Zusätzlich zur Fahrradbörse findet am 19. März um 17 Uhr ein Kinoabend im Dieselkino statt. Gezeigt wird der Film „Führer und Verführer“, gefolgt von einer Gesprächsrunde. Der Eintritt ist kostenfrei, was die Gelegenheit bietet, sich mit anderen über das Gesehene auszutauschen und vielleicht auch neue Freundschaften zu schließen. Die Veranstaltungen ziehen in der Regel zahlreiche Besucher an und zeigen, wie wichtig das Thema Mobilität und Nachhaltigkeit den Menschen in der Region ist.

Die Fahrradbörse hat sich nicht nur als Fixpunkt für den Kauf und Verkauf gebrauchter Fahrräder etabliert, sondern auch als Plattform für den Austausch über nachhaltige Mobilität. Im April 2023 beispielsweise wurden rund 120 gebrauchte Fahrräder angeliefert, darunter auch Kinderräder und Oldtimer, und über 70 Fahrräder wechselten am selben Tag den Besitzer. Gemeinderätin Anita Winkler und Maria Höggerl unterstützen die Veranstaltung tatkräftig vor Ort, was die hohe Nachfrage und den Besucheransturm verdeutlicht.

Nachhaltigkeit durch Radverkehr

Die Bedeutung des Radverkehrs wird im Kontext der Klimaziele immer deutlicher. Deutschland hat sich im Klimaschutzgesetz verpflichtet, die Treibhausgas-Emissionen bis 2030 um 65 % gegenüber 1990 zu reduzieren. Der Verkehr war 2023 für über 22 % der bundesweiten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Um Emissionen zu senken, ist es dringend notwendig, Pkw-Fahrten auf umweltfreundliche Verkehrsmittel wie das Fahrrad zu verlagern. Laut dem Umweltbundesamt können durch Rad- und Fußverkehr rund 166 g Treibhausgas-Emissionen pro Personenkilometer im Vergleich zum Pkw eingespart werden.

Ein Beispiel: Eine Person, die täglich 5 km mit dem Rad zur Arbeit fährt, kann jährlich etwa 365 kg CO2-Emissionen einsparen. Das Rad ist nicht nur eine klimaschonende Fortbewegungsart, sondern auch besonders für kurze Strecken von unter 5 km geeignet, da über 40 % der Autofahrten diese Distanz nicht überschreiten. In diesem Sinne sind Veranstaltungen wie die Fahrradbörse nicht nur eine Gelegenheit zum Kauf eines neuen Rades, sondern auch ein Schritt in Richtung einer umweltfreundlicheren Zukunft.