Am 7. Februar 2026 fand in Leibnitz ein Neujahrsempfang statt, bei dem Alfred Weiland und Bernhard Schwarz mit dem Goldenen Ehrenzeichen der Stadtgemeinde ausgezeichnet wurden. Diese Ehrung würdigt ihr herausragendes Engagement in der Öffentlichkeit und ihren langjährigen Einsatz für die Sicherheit und Ordnung in der Region. Die Laudatio hielt Bezirkshauptfrau Karin Wiesegger-Eck, die dabei die Verdienste der beiden ehemaligen Polizisten hervorhob. Landeshauptmann Mario Kunasek war ebenfalls anwesend und unterstützte die Feierlichkeiten.
Alfred Weiland, der am 1. September 1973 in die Bundesgendamerie eintrat, wurde nach seiner Ausbildung in Graz nach Leibnitz versetzt. Er war Teil der Verhandlungsgruppe Süd und spielte eine entscheidende Rolle während einer Geiselnahme in der Justizanstalt Graz-Karlau. Im Jahr 2006 erhielt Weiland das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich und engagiert sich ehrenamtlich in der Musikkapelle Kaindorf an der Sulm sowie beim Roten Kreuz. Sein Lebenswerk zeugt von einem unermüdlichen Einsatz für die Gemeinschaft.
Die Verdienste von Bernhard Schwarz
Bernhard Schwarz trat nach seiner Zeit beim Bundesheer am 1. Februar 1982 in die Gendamerieschule ein und war ab 1983 in Leibnitz tätig. Im April 2025 wurde er zum Kommandanten der Polizeiinspektion Leibnitz ernannt. Sein größter dienstlicher Erfolg war die Festnahme des Briefbombenbauers Franz Fuchs im Jahr 1997, was für die Sicherheit der Bürger von großer Bedeutung war. Neben seiner polizeilichen Laufbahn engagiert sich Schwarz auch im Projekt „Stop – Stadtteile ohne Partnergewalt“ und beim langen Tag der Demenz.
Karin Wiesegger-Eck dankte beiden für ihren jahrzehntelangen Einsatz für den Bezirk und die Stadtgemeinde Leibnitz. Diese Auszeichnung ist nicht nur eine Anerkennung ihrer persönlichen Leistungen, sondern auch eine Würdigung für all jene, die sich in der Vergangenheit für die Sicherheit und das Wohl ihrer Mitbürger eingesetzt haben.
Historischer Kontext der Polizeiarbeit in Österreich
Um die Bedeutung solcher Auszeichnungen zu verstehen, ist es hilfreich, einen Blick auf die Geschichte der Polizeiarbeit in Österreich zu werfen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde im Mai 1945 die Generaldirektion für die öffentliche Sicherheit wiedererrichtet. Der erste Leiter, Franz Nagy, war ein ehemaliger Offizier und Jurist, der sich während seiner Amtszeit um die Wiederherstellung der Ordnung in einem von Chaos geprägten Land kümmerte. Diese frühe Phase der Polizeigeschichte war geprägt von Herausforderungen, wie der Zerschlagung der nationalsozialistischen Strukturen und der Notwendigkeit, Vertrauen in die neuen Institutionen aufzubauen.
Die Arbeit von Weiland und Schwarz steht in dieser Tradition. Ihre jahrelangen Beiträge zur Sicherheit und Ordnung in Leibnitz sind nicht nur persönliche Erfolge, sondern auch Teil eines größeren Erbes, das die Entwicklung der Polizeiarbeit in Österreich prägt. Die Auszeichnung, die sie erhalten haben, ist eine Erinnerung daran, wie wichtig es ist, in der Gemeinschaft aktiv zu sein und Verantwortung zu übernehmen.
Für diejenigen, die mehr über die Geschichte der Polizeiarbeit oder spezifische Personen erfahren möchten, kann das Bundesarchiv hilfreiche Informationen bieten. Dort sind viele relevante Dokumente und Informationen zu finden, die die Entwicklung der Polizei und die Lebensgeschichten bedeutender Persönlichkeiten aufzeigen.