Am 20. Februar 2026 kam es in der Steiermark zu einem dramatischen Wintereinbruch, der die Freiwilligen Feuerwehren an ihre Grenzen brachte. An diesem Tag verzeichneten die Einsatzkräfte insgesamt 1.924 Einsätze, der höchste Wert seit der Inbetriebnahme der Landesleitzentrale „Florian Steiermark“ im Jahr 2011. Diese außergewöhnliche Anzahl an Einsätzen übertraf sogar die Einsätze bei den verheerenden Hochwasserereignissen im August 2023, als es 1.348 Einsätze gab. Wie die Quelle berichtet, waren 472 von 767 Feuerwehren mit über 4.000 Mitgliedern im Einsatz. Besonders betroffen waren die Regionen Graz-Umgebung, Leibnitz, Feldbach, Deutschlandsberg, Radkersburg, Fürstenfeld, Hartberg, Weiz, Leoben und Voitsberg.

Die Einsatzschwerpunkte lagen vor allem bei der Bergung von Pkw und Lkw, dem Entfernen umgestürzter Bäume, dem Umgang mit Schneebruch sowie dem Reparieren von herabhängenden Strom- und Telefonleitungen. Bis Freitagabend hatten allein im Bezirk Leibnitz über 320 Einsätze stattgefunden, während Graz-Umgebung über 300 und Feldbach über 230 Einsätze verzeichneten. Trotz der extremen Bedingungen blieben größere Ereignisse mit Personenschäden aus, was den Einsatzkräften eine gewisse Erleichterung brachte. In der Nacht auf Samstag wurden alle Dienststellen in der Steiermark besetzt, und es standen 100 weitere Kräfte in Bereitschaft, um schnell reagieren zu können.

Einsätze und Herausforderungen

Das Rote Kreuz war ebenfalls stark gefordert, mit 440 Sanitätern und 155 Fahrzeugen im Einsatz. Einschränkungen bei nicht zeitkritischen Krankentransporten wurden teilweise aufgehoben, jedoch blieben diese in den Bezirken Hartberg-Fürstenfeld und Weiz bestehen. Am Samstagnachmittag waren noch etwa 1.900 Haushalte in der Steiermark ohne Strom, und 80 Trafostationen waren außer Betrieb. Zu Spitzenzeiten waren es sogar rund 1.100 Haushalte, die ohne Stromversorgung auskommen mussten. Die Wetterbedingungen ermöglichten zwar den Zugang zu den Störungsstellen, doch die Reparaturarbeiten dauerten an. Auch im Burgenland wurden 850 Einsätze von 226 Feuerwehren mit rund 2.900 Mitgliedern absolviert, wobei der Schwerpunkt auf umgestürzten Bäumen und blockierten Verkehrswegen lag.

Insgesamt zeigte sich, dass der Wintereinbruch die Region stark in Mitleidenschaft zog. Der Flughafen Wien, der von massiven Schneemengen betroffen war, konnte mittlerweile jedoch den Flugbetrieb normalisieren. Rund 220 AUA-Flüge waren gestrichen worden, was etwa 28.000 Passagiere betraf, aber auch hier ist der Flugbetrieb jetzt wieder aufgenommen worden. Die Herausforderungen, die dieser Wintereinbruch mit sich brachte, erinnern uns daran, wie wichtig gut organisierte Hilfe und schnelle Reaktionen in Krisensituationen sind.

Klimawandel und seine Folgen

Die extremen Wetterereignisse in der Steiermark sind Teil eines größeren Trends, der durch den Klimawandel bedingt ist. Deutschland steht vor Herausforderungen, die durch die globale Erwärmung verursacht werden, was zu häufigeren und intensiveren Wetterereignissen führt. Laut Statista waren 2024 mit einer Durchschnittstemperatur von 10,9 Grad Celsius die heißesten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, und die letzten 20 Jahre brachten 16 der wärmsten Jahre mit sich. Solche klimatischen Veränderungen erhöhen die Wahrscheinlichkeit von extremen Wetterereignissen, wie wir sie in der Steiermark erlebt haben.

In Anbetracht der aktuellen Situation ist es unerlässlich, dass wir uns den Herausforderungen des Klimawandels stellen und sowohl Anpassungs- als auch Eindämmungsstrategien entwickeln, um zukünftigen Krisen besser begegnen zu können.