Kapfenberg ist im Moment in aller Munde – und das hat einen guten Grund. Ein steirisch-österreichisches Konsortium hat die Übernahme von zwei Dritteln der Anteile an Pankl Racing Systems verkündet. Die Pierer Industrie AG bleibt mit einem Drittel der Anteile weiterhin im Boot. Zu den neuen Investoren gehören die Knill Gruppe, die Raiffeisen-Landesbank Steiermark und die Invest Unternehmensbeteiligungs AG. Diese Transaktion steht allerdings noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Wettbewerbsbehörde.
Die neue Eigentümerstruktur hat das Ziel, das Unternehmen zu stabilisieren und den Industriestandort Kapfenberg weiter auszubauen. Pankl Racing Systems ist bekannt für die Produktion von High-Performance-Komponenten im Motorsport, im High-End-Automobilbau und in der Luftfahrt. Das Unternehmen wurde 1985 gegründet und beschäftigt rund 2.150 Mitarbeiter, von denen mehr als 1.500 in Österreich tätig sind. Der Jahresumsatz beträgt dabei etwa 360 Millionen Euro. Die neuen Investoren betonen ihre Verantwortung für den Technologiebetrieb und die Stärkung der steirischen Industrie. Weitere Details zur Übernahme und den beteiligten Unternehmen finden sich in einem Bericht von MeinBezirk und in einem Artikel der Kronen Zeitung.
Die neuen Gesellschafter und ihre Ziele
Die Knill Gruppe, die Raiffeisen-Landesbank Steiermark und die Invest AG übernehmen jeweils Anteile in unterschiedlicher Höhe: Die Knill-Gruppe wird ein Drittel halten, während die Raiffeisen-Landesbank Steiermark und die Invest AG jeweils ein Sechstel der Anteile erhalten. Stefan Pierer, der Alleinaktionär der Pierer Industrie AG, betont sein Bekenntnis zum Standort Steiermark und das Vertrauen in die Strategie von Pankl Racing Systems.
Die neuen Gesellschafter, darunter Martin Schaller von der Raiffeisen-Landesbank und die Knill-Brüder Christian und Georg, bekräftigen ebenfalls ihr Engagement zur Stärkung der Industrie und des Wirtschaftsstandorts. Dies könnte nicht nur für Pankl Racing Systems, sondern auch für die gesamte Region von großer Bedeutung sein.
Ein Blick auf die Industriestrategie
Die Übernahme von Pankl Racing Systems findet im Kontext einer breiteren Industriestrategie statt, die in einem partizipativen Stakeholder-Prozess erarbeitet wurde. Hierbei waren verschiedene Akteure wie die Sozialpartner, die Industriellenvereinigung (IV) und zahlreiche Agenturen beteiligt. Auch Vertreterinnen und Vertreter der Wissenschaft sowie Fachexpertinnen und -experten haben ihre Perspektiven eingebracht. Solche “Sounding Boards” ermöglichen einen Austausch und die Verarbeitung unterschiedlicher Interessen und Perspektiven, was für die zukünftige Entwicklung der Industrie in Österreich von zentraler Bedeutung ist. Weitere Informationen zur Industriestrategie können auf der Webseite des Bundesministeriums für Arbeit und Wirtschaft eingesehen werden: Hier klicken.
Insgesamt ist die Übernahme von Pankl Racing Systems ein spannendes Kapitel für die steirische Industrie. Es bleibt abzuwarten, wie sich die neuen Eigentümer auf die Entwicklung des Unternehmens und des Standorts Kapfenberg auswirken werden.





