Heute ist der 5. März 2026 und die Mariazeller Straße (B20) zwischen Kapfenberg und Thörl hat nach einem Felssturz wieder teilweise ihre Pforten für den Verkehr geöffnet. Am 23. Februar kam es im Thörlgraben zu einem dramatischen Vorfall, der einen Großeinsatz mehrerer Feuerwehren erforderte. Der Felssturz führte zunächst zur kompletten Sperrung der wichtigen Verkehrsverbindung, die Pendler und Anwohner erheblich belastete und großräumige Umleitungen notwendig machte.

Die umfangreichen Sicherungsarbeiten, die in den Tagen nach dem Felssturz durchgeführt wurden, umfassten das Entfernen und kontrollierte Sprengen von losen Felsblöcken sowie das Beseitigen umgestürzter Bäume und Wurzelstöcke. Um die Sicherheit der Fahrbahn zu gewährleisten, wurden entlang des Hanges Sicherungsnetze mit einer Höhe von rund drei Metern angebracht, teilweise sogar per Hubschrauber eingeflogen. Außerdem wurden Betonleitwände auf einer Länge von rund 140 Metern errichtet, um den Verkehr zu schützen.

Verkehrsregelung und Geologisches Gutachten

Nach einer eingehenden Begutachtung durch einen Geologen wurde die Straße schließlich wieder halbseitig freigegeben. Der Verkehr wird nun einseitig über eine Fahrspur geleitet, wobei eine Ampelanlage die Regelung übernimmt. Trotz der Öffnung sind die Arbeiten im Gefahrenbereich noch nicht abgeschlossen. Der Hang wurde detailliert kartiert, und die bestehende Schutzverbauung wird auf ihre Stabilität überprüft. Eine dauerhafte Sicherung soll auf Grundlage dieser Daten geplant werden. Weitere Maßnahmen sind laut Land Steiermark bis Juni vorgesehen, sodass der Abschnitt der B20 bis dahin nur eingeschränkt befahrbar bleibt.

Die Wiederherstellung der B20 ist nicht nur für die Anwohner von Kapfenberg und Thörl von Bedeutung, sondern auch für den gesamten Verkehr in der Region. Die kurzfristige Nichtpassierbarkeit der Ausweichroute über den Pogusch nach einem Lkw-Unfall hat die Situation zusätzlich verschärft. Pendler mussten sich auf lange Umwege einstellen, wodurch der Alltagsverkehr stark beeinträchtigt wurde.

Insgesamt zeigt dieser Vorfall, wie verletzlich unsere Verkehrswege durch natürliche Ereignisse sind. Die Maßnahmen zur Sicherung der Strecke sind ein wichtiger Schritt, um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten und künftige Probleme zu minimieren. Ob und wie nachhaltig diese Maßnahmen wirken, bleibt abzuwarten.

Für weitere Informationen zu den Entwicklungen rund um die Mariazeller Straße lesen Sie bitte auch die Berichte von 5 Minuten und ORF Steiermark.