Gestern, am 6. Februar 2026, wurde die Feuerwehr in Kapfenberg-Hafendorf in der Steiermark zu einem Brand eines Wirtschaftsgebäudes im Bereich Buchmoar alarmiert. Der Einsatz begann um 18:49 Uhr und erforderte die Unterstützung mehrerer Feuerwehren, da beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte das Gebäude bereits teilweise in Flammen stand. Der Verdacht, dass sich Tiere im Stall befanden, bestätigte sich glücklicherweise nicht. Es gab keine Verletzten unter Menschen oder Tieren, was in solch einer kritischen Situation ein kleiner Lichtblick ist.
Die Anfahrt zur Einsatzstelle stellte sich als herausfordernd dar. Ein matschiger Forstweg war nur mit Schneeketten befahrbar, was die Ankunft der Einsatzkräfte verzögerte. In der Anfangsphase war zudem die Wasserversorgung eingeschränkt, was das Löschen des Feuers erschwerte. Um die Löschwasserversorgung zu verbessern, wurde eine Zubringleitung eingerichtet. Die Feuerwehrfahrzeuge waren in der Folge vor Ort und bereit, die Flammen zu bekämpfen.
Unfall eines Feuerwehrfahrzeugs
Während des Einsatzes kam es zu einem weiteren Vorfall: Ein Feuerwehrfahrzeug der Kapfenberg-Hafendorf kam von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum, bevor es seitlich liegen blieb. Glücklicherweise waren fünf Einsatzkräfte im Fahrzeug, die sich selbstständig verlassen konnten und unverletzt blieben. Dies zeigt einmal mehr die Gefahren, die im Einsatzalltag für die Feuerwehrleute lauern, selbst im Rahmen von Rettungseinsätzen, wie auch bei einem ähnlichen Vorfall berichtet wurde, bei dem ein Feuerwehrauto während eines Einsatzes gegen einen Baum prallte (Quelle).
Rund 90 Einsatzkräfte und 20 Feuerwehrfahrzeuge waren insgesamt im Einsatz, unterstützt durch die Polizei, den Rettungsdienst und eine Feldküche des Roten Kreuzes. Bürgermeister Matthäus Bachernegg und der Bereichs- sowie Landesfeuerwehrkommandant Reinhard Leichtfried waren ebenfalls vor Ort, um die Situation zu überwachen. Mit Hilfe von Wärmebildkameras wurden Kontrollen durchgeführt, um eventuelle Glutnester aufzuspüren. Teile des Daches und des Gebäudeinneren mussten entfernt werden, um das Feuer endgültig unter Kontrolle zu bringen.
Brandursache und Sachschaden
Der Einsatz wurde gegen Mitternacht beendet, und die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Die Höhe des Sachschadens ist derzeit noch unbekannt. Solche Vorfälle werfen ein Licht auf die Wichtigkeit der Brandschutzstatistik und -forschung. Die vfdb-Brandschadenstatistik beispielsweise dient der Risikobewertung von Gebäudebränden in Deutschland und wurde vor über einem Jahrzehnt initiiert. Sie erfasst Daten zu Brandursachen, die für zukünftige Einsätze und die Prävention von Bränden von Bedeutung sind.
Mit über 5.000 dokumentierten Gebäudebrandeinsätzen aus den Jahren 2013 bis 2017 liefert die vfdb wertvolle Erkenntnisse, die nicht nur Feuerwehrleuten, sondern auch der allgemeinen Öffentlichkeit zugutekommen. Die Statistik zeigt, dass Küchen mit 27 % der Brandentstehungen die häufigste Ursache für Gebäudebrände sind. Dies verdeutlicht, wie wichtig präventive Maßnahmen und das Bewusstsein für Brandschutz in unseren eigenen vier Wänden sind.