Am 20. Februar 2026 erreichte die Nachricht vom Tod von Mag. Walther Ryzienski die Gemeinde Hartberg-Fürstenfeld. Ryzienski war nicht nur ein angesehener Pädagoge, sondern auch ein leidenschaftlicher Philanthrop, der sich unermüdlich für die Förderung eines geeinten Europas einsetzte. Seine große Liebe zur steirischen Heimat spiegelte sich in seinem Engagement wider, insbesondere in seiner aktiven Rolle innerhalb der Paneuropäischen Bewegung, die er als Plattform nutzte, um für ein friedliches und demokratisches Europa zu werben. Sein pro-europäisches Engagement war besonders in der Unterstützung der EU-Mitgliedschaft Kroatiens bemerkenswert, wo er das „Feuer“ für die europäische Idee entfachen wollte, vor allem bei den jungen Menschen.
Als Initiator zahlreicher „Europaplätze“ in der Region, darunter in Fürstenfeld, sah Ryzienski die Verbindung zwischen seiner Heimat und der Europäischen Union als eine Einheit. Er betrachtete das vereinte Europa als ein Friedensprojekt, das dazu beitrug, historische Gewalt zu überwinden. Diese Werte vermittelte er auch seinen Schülern am BRG Fürstenfeld, wo er die Bedeutung Europas für das Zusammenleben in einer multikulturellen Gesellschaft unterstrich. Weitere Informationen zu Ryzienskis Lebenswerk und seinem Engagement finden Sie in einem Nachruf auf meinbezirk.at.
Die Paneuropäische Bewegung und ihr Erbe
Die Paneuropa-Union, die 1922 gegründet wurde, ist die älteste noch bestehende europäische Einigungsbewegung und hat eine lange Geschichte. Ihr historischer Sitz befand sich in der Wiener Hofburg, wo sie von Richard Coudenhove-Kalergi ins Leben gerufen wurde, inspiriert von den Schrecken des Ersten Weltkriegs. Die Union setzt sich für ein politisch und wirtschaftlich geeintes, demokratisches und friedliches Europa ein, das auf einem christlich-abendländischen Wertefundament basiert. Trotz der politischen Verfolgung, die die Bewegung in Deutschland ab 1933 und in Österreich ab 1938 durch die Nationalsozialisten erlebte, hat die Paneuropa-Union nie ihren Einfluss verloren.
Nach dem Tod von Coudenhove-Kalergi im Jahr 1972 übernahm Otto von Habsburg 1973 die Leitung der Union und bewahrte deren Führungsanspruch. Unter seiner Führung setzte sich die Paneuropa-Union aktiv für die europäische Integration ein, insbesondere für die EU-Osterweiterung und den Beitritt von Mittel- und Osteuropäischen Ländern. Die Paneuropa-Idee wurde von vielen prominenten Persönlichkeiten unterstützt, darunter Winston Churchill und Konrad Adenauer. Für weitere Details zur Geschichte und den Aktivitäten der Paneuropa-Union besuchen Sie bitte die Wikipedia-Seite zur Paneuropa-Union.
Ein Vermächtnis für die Zukunft
Walther Ryzienskis Engagement für die europäische Idee und sein unermüdlicher Einsatz für die Jugend werden nicht nur in Hartberg-Fürstenfeld, sondern in ganz Europa in Erinnerung bleiben. Sein Lebenswerk und die Werte, die er verkörperte, sind von essenzieller Bedeutung in einer Zeit, in der die europäische Einheit und der Frieden mehr denn je gefordert sind. In einer Welt, die oft von Konflikten und Spannungen geprägt ist, bleibt die Vision eines geeinten Europas, wie sie Ryzienski und die Paneuropa-Union propagierten, eine wichtige Grundlage für die zukünftige Zusammenarbeit und das Zusammenleben in Vielfalt.