Am Dienstagabend kam es auf der Wechsel-Straße im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld zu einem tragischen Verkehrsunfall, der die Gemüter bewegt. Ein alkoholisierter Pkw-Lenker hat dabei ein Mopedauto von hinten gerammt. Der Unfall ereignete sich gegen 18:00 Uhr, als der 29-jährige Mann aus dem Bezirk Hartberg-Fürstenfeld mit seinem Pkw auf der B54 von Friedberg in Richtung Dechantskirchen unterwegs war. Während er ein anderes Fahrzeug überholte, kollidierte er mit dem Heck des unbeleuchteten Mopedautos, das in dieselbe Richtung fuhr. Durch den Aufprall wurde das Mopedauto von der Fahrbahn katapultiert, und der 52-jährige Lenker wurde aus seinem Fahrzeug geschleudert und erlitt dabei tödliche Verletzungen. Er starb noch am Unfallort.

Der Pkw des 29-Jährigen kam ebenfalls von der Straße ab und prallte gegen eine Baumgruppe. Der Fahrer wurde mit Verletzungen unbestimmten Grades mit dem Rettungshubschrauber Christophorus 33 ins LKH Graz geflogen. Ein Alkotest ergab eine schwere Alkoholisierung, und der 29-Jährige gab an, das Mopedauto nach dem Überholvorgang übersehen zu haben. Die Staatsanwaltschaft Graz ordnete die Beschlagnahme des Kleinkraftfahrzeugs an, und die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern an. Diese traurige Begebenheit wirft ein Schlaglicht auf die Gefahren des Fahrens unter Alkoholeinfluss.

Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss

Die Statistik zur Verkehrssicherheit zeigt, dass alkoholbedingte Unfälle ein ernstes Problem darstellen. Im Jahr 2024 wurden bundesweit 34.700 Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss registriert, was die Dringlichkeit von Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit verdeutlicht. An Christi Himmelfahrt, einem der Tage mit den höchsten Unfallzahlen, wurden 287 Alkoholunfälle gezählt, und 17.016 dieser Unfälle führten zu Personenschäden – ein Anstieg von 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Diese Zahlen stammen aus einer umfassenden Analyse, die von Destatis bereitgestellt wird.

Besonders alarmierend ist, dass 39 Prozent der Alkoholunfälle mit Personenschaden von Pkw-Fahrenden verursacht wurden. Dies zeigt, wie wichtig es ist, die Aufklärungsarbeit zu verstärken und die Verkehrssicherheit zu verbessern. Der TÜV-Verband hat daher gefordert, die polizeiliche Verkehrsüberwachung zu intensivieren und gezielte Alkoholkontrollen für alle Verkehrsteilnehmenden, einschließlich Rad- und E-Scooter-Fahrenden, durchzuführen. Zudem wird eine Senkung der Grenze für die Anordnung einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) von 1,6 auf 1,1 Promille diskutiert. Ab einem Wert von 1,1 Promille gelten Verkehrsteilnehmende als absolut fahruntüchtig, was mit einem zehnfach höheren Unfallrisiko einhergeht.

Schlussfolgerung und Ausblick

Die tragischen Ereignisse in Hartberg-Fürstenfeld sind ein eindringlicher Aufruf zur Achtsamkeit im Straßenverkehr. Die umfassende Verkehrsunfallstatistik, die von oe24 bereitgestellt wird, dient nicht nur der Dokumentation, sondern auch der Entwicklung von Maßnahmen in Gesetzgebung, Verkehrserziehung, Straßenbau und Fahrzeugtechnik. Es ist unerlässlich, dass sowohl die Gesellschaft als auch die zuständigen Behörden gemeinsam an Lösungen arbeiten, um die Sicherheit auf unseren Straßen zu erhöhen und solche tragischen Unfälle in Zukunft zu vermeiden.