Am Dienstagabend, dem 16. Februar 2026, ereignete sich ein tragischer Auffahrunfall auf der B54, Wechsel Straße, bei Friedberg im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld. Dabei kam ein 52-jähriger Lenker eines Mopedautos ums Leben. Der Unfall wurde durch einen 29-jährigen Pkw-Lenker aus dem Bezirk Hartberg-Fürstenfeld verursacht, der schwer alkoholisiert war. Der Unfall geschah gegen 18 Uhr, als der 29-Jährige ein anderes Fahrzeug überholte und in der Folge mit dem Heck des Mopedautos kollidierte. Die Wucht des Aufpralls schleuderte das Mopedauto von der Fahrbahn, und der 52-Jährige wurde aus seinem Fahrzeug geschleudert und erlitt tödliche Verletzungen.
Der Pkw des 29-Jährigen kam ebenfalls von der Fahrbahn ab und prallte gegen eine Baumgruppe. Er wurde mit unbestimmten Verletzungen mit dem Rettungshubschrauber Christophorus 33 ins LKH Graz geflogen. Ein Alkotest bei dem 29-Jährigen ergab eine schwere Alkoholisierung. Er gab an, das Mopedauto nach dem Überholvorgang übersehen zu haben, da dieses unbeleuchtet gewesen sei. In Reaktion auf den Vorfall ordnete die Staatsanwaltschaft Graz die Beschlagnahme des Mopedautos an. Näheres zu diesem Vorfall können Sie hier nachlesen.
Die Gefahren von Alkohol am Steuer
Alkohol am Steuer ist eine der häufigsten Ursachen für Verkehrsunfälle. Er erhöht das Risiko von Unfällen erheblich, da alkoholisierten Fahrern oft die Denk- und Reaktionsfähigkeit sowie das räumliche Vorstellungsvermögen abhandenkommen. Viele Fahrer unterschätzen die Wirkung von Alkohol und fühlen sich nach dem Konsum fahrtüchtig. Bereits ab 0,3 Promille kann es als Straftat gewertet werden, und ab 1,1 Promille muss der Fahrer mit einer Strafanzeige rechnen. Die rechtlichen Konsequenzen sind drastisch: Geldstrafen oder sogar Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren, sowie der Entzug der Fahrerlaubnis stehen auf der Tagesordnung. Zudem können Geschädigte Schadensersatz und Schmerzensgeld verlangen. Bei einem Unfall unter Alkoholeinfluss drohen zudem Punkte im Fahreignungsregister.
Die Auswirkungen von Alkohol sind vielfältig: Sie reichen von einer erhöhten Sensitivität auf Lichteinstrahlung bis hin zu Tunnelblick und längeren Reaktionszeiten. Besonders alarmierend ist, dass 72 Prozent der an alkoholbedingten Unfällen beteiligten Pkw-Fahrer mehr als 1,1 Promille hatten. Der Blutalkoholgehalt hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter Gesundheitszustand und Gewöhnung, was bedeutet, dass die Wirkung von Person zu Person unterschiedlich sein kann. Es ist auch wichtig zu beachten, dass Restalkohol oft unterschätzt wird, da die Abbaugeschwindigkeit ca. 0,1 Promille pro Stunde beträgt. Mehr Informationen finden Sie in diesem Artikel über Unfälle mit Alkohol.
Ein besorgniserregender Trend
Die Zahl alkoholbedingter Unfälle hat sich seit 1975 zwar um rund 70 Prozent verringert, doch bleibt die Situation besorgniserregend. Im Jahr 2023 verunglückten in Deutschland 18.884 Personen bei alkoholbedingten Unfällen, wobei 198 Menschen starben. Jeder 14. getötete Verkehrsteilnehmer war infolge eines Alkoholunfalls gestorben. Alkoholisierte Unfallbeteiligte sind meist absolut fahruntüchtig, und bereits ab 0,5 Promille können erhebliche Probleme auftreten. Die Kombination von Alkohol und Medikamenten kann die Gefährlichkeit zusätzlich erhöhen. Die rechtlichen Folgen, wie der Entzug der Fahrerlaubnis, sind hart, und die MPU (medizinisch-psychologische Untersuchung) kann bereits bei niedrigeren Alkoholwerten angeordnet werden, wenn ein Unfall verursacht wurde. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf der Website des ADAC.