Heute ist der 26.02.2026 und in Hartberg-Fürstenfeld gibt es spannende Neuigkeiten aus der politischen Landschaft. Theresia Heil ist seit Dezember 2025 Abgeordnete im Steirischen Landtag. Vor ihrem Einzug in den Landtag war sie fünf Jahre lang Gemeinderätin und Vize-Bürgermeisterin in Pöllauberg. In einem Interview äußert sie, was sie an der Gemeindearbeit geschätzt hat. Dabei beschreibt sie die große Politik als manchmal schwerfällig. Wenn man über ihre politischen Ambitionen spricht, ist es wichtig zu wissen, dass sie Christopher Drexler im steirischen Landtag nachfolgt. Ursprünglich sollte sie nach den Wahlen im Herbst 2024 ihr Mandat antreten, nachdem sie ihr Amt als Vizebürgermeisterin und Ortspartei-Chefin der ÖVP Pöllauberg zurückgelegt hatte. Drexler schied aus der Regierung aus, blieb aber im Landtag, wodurch Heil ihr zugesichertes Mandat verlor. Nach Drexlers endgültigem Ausscheiden rückt sie nun nach, was bei ihren Parteikollegen in Hartberg-Fürstenfeld für Freude sorgt. Mehr dazu hier.

Engagement für die Region

Margit Krobath, die Leiterin der ÖVP Frauen im Bezirk, beschreibt Heil als anpackend, herzlich und empathisch sowie als eine gute Zuhörerin. Hubert Lang, ein ehemaliger Landtagsabgeordneter, hebt Heils Nähe zur Bevölkerung und ihr Engagement für die ländliche Entwicklung hervor. Theresia Heil wuchs in Fehring auf und zog wegen der Liebe nach Pöllauberg, wo sie zwei erwachsene Kinder großzog. Während ihrer beruflichen Tätigkeit pendelte sie nach Graz, was ihr eine besondere Perspektive auf die Herausforderungen von Pendlern und Familien verschaffte.

Im Landtag möchte Heil sich für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf einsetzen. Dazu gehören Themen wie die Kinderbetreuung und die Pflege älterer Familienmitglieder. Ihr ehrenamtliches Engagement ist vielfältig und umfasst Initiativen wie den Bergtreff für ältere Menschen und das Zwergerltreff, sowie die Leitung einer Bücherei. Ihr Antrieb für dieses Engagement entspringt dem Wunsch, Pöllauberg lebenswert für ihre Kinder zu gestalten. Sie ist sich jedoch bewusst, dass die Gestaltungswege im Landtag komplexer sind, möchte aber wichtige Themen aufzeigen, um positive Veränderungen zu bewirken. Lesen Sie hier mehr über ihr Engagement.

Frauen in der Politik

Heils Werdegang beleuchtet auch die Herausforderungen, die Frauen in der Politik und im Beruf allgemein gegenüberstehen. Historisch gesehen gab es immer wieder Bestrebungen, traditionelle Geschlechterrollen zu stärken und die Berufstätigkeit von Frauen zu minimieren. So wollte der Austrofaschismus konservative Geschlechterverhältnisse etablieren und die Frauenberufstätigkeit zurückdrängen. Während der beiden Weltkriege waren arbeitende Frauen als Ersatz für männliche Arbeitskraft erforderlich, jedoch wurden sie nach 1945 oft wieder auf ihre traditionellen Rollen im Haushalt verwiesen. Auch wenn seit 1979 gesetzlich die Gleichheit in Lohnfestsetzungen vorgeschrieben ist, verdienen Männer im Durchschnitt weiterhin mehr als Frauen. Dies zeigt, dass der Weg zu echter Gleichstellung noch weit ist.

Die Geschichte der Frauen in der Steiermark, behandelt in dem Buch „Geschichte der Frauen in der Steiermark“, bietet einen tiefen Einblick in die Arbeitswelten von Frauen über die Jahrhunderte hinweg und thematisiert die Schwierigkeiten und Chancen, die Frauen in verschiedenen historischen Kontexten hatten. Es ist sowohl für Laien als auch für Fachleute mit Interesse an steirischer Regionalgeschichte und weiblicher Geschichtsschreibung empfohlen. Hier erfahren Sie mehr über dieses Buch.