Im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld sorgt die steigende Arbeitslosigkeit für Besorgnis. Ende September 2025 meldete das Arbeitsmarktservice (AMS) 1.839 arbeitslose Personen, was einem Anstieg um 142 im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Besonders betroffen sind dabei die Männer, von denen 944 auf der Suche nach einem Job sind – ein Anstieg um 99. Auch die Zahl der arbeitslosen Frauen ist gestiegen und liegt jetzt bei 895, was 43 mehr sind als im vergangenen Jahr. Diese Entwicklungen werfen einen Schatten auf die wirtschaftliche Lage der Region, die sich jedoch besser schlägt als im steirischen Durchschnitt, der bei 6,4 Prozent liegt, wohingegen die Arbeitslosenquote in Hartberg-Fürstenfeld bei 5,6 Prozent liegt, wie MeinBezirk berichtet.

Im Hinblick auf die Branche zeigt sich, dass besonders die Produktionsbranche stark betroffen ist. Hier gab es einen Anstieg von 286 arbeitslosen Arbeitnehmern, was die Herausforderungen in diesem Sektor verdeutlicht. Die Zahl der Menschen in Schulungsmaßnahmen ist mit 512 etwas gesunken, was ein weiterer Hinweis darauf sein könnte, dass weniger Unterstützung für Arbeitsuchende bereitgestellt wird. Dennoch gingen im September 343 neue Jobangebote beim AMS ein, und derzeit stehen 591 sofort verfügbare Stellen zur Verfügung – ein kleines Lichtblick in der trüben Lage.

Gesundheitliche Einschränkungen und Lehrstellenmarkt

Ein weiterer besorgniserregender Aspekt ist die Anzahl der arbeitslosen Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen, die nun bei 807 liegt. Auch hier gibt es einen Anstieg von 65 gegenüber dem Vorjahr. Unter diesen Personen sind 137 als anerkannte Behinderte vermerkt. Dies zeigt einmal mehr, wie wichtig inklusive Arbeitsmarktstrategien sind, um allen Menschen Zugang zu Beschäftigung zu bieten.

Der Lehrstellenmarkt sieht ebenfalls herausfordernd aus: Es gibt 62 offene Lehrstellen, aber nur 37 Lehrstellensuchende. Dies weist auf eine ungenutzte Chance hin, junge Menschen in die Arbeitswelt einzuführen und gleichzeitig dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Statistik Arbeitsagentur bringt diese Entwicklungen in einen umfassenderen Kontext, indem sie die Notwendigkeit betont, den Ausbildungsmarkt dynamisch zu gestalten.

Ein Blick auf den Arbeitsmarkt

Die Zahlen der Arbeitslosigkeit sind ein Ausdruck widerstreitender Kräfte auf dem Arbeitsmarkt, die durch verschiedene Einflussfaktoren, wie wirtschaftliche Entwicklungen und technologische Veränderungen, verstärkt werden. Es ist wichtig, diese Statistiken im Auge zu behalten und die richtigen Maßnahmen zu ergreifen. In den letzten Jahren hat sich das Bild des Arbeitsmarkts ständig gewandelt, sodass aktuelle Daten und Analysen, wie sie auf der Plattform BMAS bereitgestellt werden, entscheidend sind, um rechtzeitig reagieren zu können.

Zusammengefasst dürfen die Sorgen über die steigenden Arbeitslosenzahlen nicht ignoriert werden. Es liegt in der Verantwortung der gesellschaftlichen Akteure, Strategien zu entwickeln, die sowohl die Bedürfnisse der Arbeitsuchenden als auch die Anforderungen der Unternehmen in der Region berücksichtigen. Ein offenes Ohr und innovative Lösungsansätze sind gefragt, um die Herausforderungen des Arbeitsmarkts künftig besser zu bewältigen.