Am vergangenen Wochenende fand in der Stadthalle Friedberg ein ganz besonderes Konzert der Thomas Gansch Blasmusik Supergroup statt, organisiert vom Gasthof Schwammer aus Dechantskirchen. Rund 700 Besucherinnen und Besucher erlebten ein faszinierendes Programm, das sowohl tschechische Blasmusik als auch bekannte Melodien aus Filmen umfasste. Thomas Gansch, der als Trompeter und Leiter der Gruppe fungiert, moderierte den Abend mit viel Humor und Geschick.

Die erste Hälfte des Konzerts widmete sich der tschechischen Blasmusik und eröffnete mit einem lebhaften Ländler. Ein Höhepunkt war ein selbstkomponiertes Stück von Gansch, das den Klarinetten gewidmet war. Die Solisten Michael Gruber, Fidelis Edelmann und Hans Hindler begeisterten das Publikum mit ihren Darbietungen. In der zweiten Hälfte des Abends stand die Filmmusik im Mittelpunkt, darunter unvergessliche Melodien aus Star Wars und James Bond. Ein besonderer Moment war das Geburtstagsständchen für Musiker Jörg Brohm, das Gansch zusammen mit dem Publikum anstimmte. Den krönenden Abschluss bildete eine eigene Polka von Gansch, gefolgt von einer Zugabe – einem eigens arrangierten Radetzky-Marsch (Quelle).

Renaissance der Blasmusik

Die Begeisterung für Blasmusik ist kein Zufall. Seit etwa zweieinhalb Jahrzehnten erlebt die Blasmusik eine Renaissance in unseren Breitengraden. Bands wie Mnozil Brass haben maßgeblich zu dieser Entwicklung beigetragen. In den 1990er Jahren hatte das Spiel ohne Noten in Musikvereinen keinen hohen Stellenwert, doch heute gibt es viele Kleingruppen, die in der „Mnozilbesetzung“ – bestehend aus 3 hohen und 4 tiefen Bläsern – spielen. Gruppen wie Global Kryner, Federspiel, HMBC und LaBrassBanda haben in den letzten 20 Jahren ein breites Publikum erreicht und genießen Kultstatus. Diese Entwicklung ist nicht nur musikalisch, sondern auch gesellschaftlich relevant, da Blasmusik als Integrationsinstrument und gemeinsamer Nenner in Zeiten gesellschaftlicher Spaltung betrachtet wird (Quelle).

In Österreich gibt es hunderttausende aktive Musikerinnen und Musiker, die zur positiven Entwicklung der Blasmusik beigetragen haben. Ein Beispiel für diese Vielfalt ist die geplante „Supergroup“ von Thomas Gansch, die Musiker von verschiedenen renommierten Blasmusikgruppen vereint, darunter die Wiener Philharmoniker, die Egerländer Musikanten und viele andere. Diese Zusammenstellung zeigt die Bedeutung und den Stellenwert der Blasmusik in der heutigen Zeit (Quelle).

Ein Blick in die Zukunft

Die Faszination für Blasmusik wird auch in Zukunft weiter bestehen. Mit Veranstaltungen wie dem „Woodstock der Blasmusik“, das seit etwa einem Jahrzehnt stattfindet, wird die Szene immer lebendiger. Hier treten Akteure vor großen Menschenmengen auf, ähnlich wie bei Rockfestivals. Dies zeigt, dass Blasmusik nicht mehr nur ein nostalgisches Relikt ist, sondern eine moderne und dynamische Form der Musik, die viele Menschen begeistert.

Die nächste Gelegenheit, die Thomas Gansch Blasmusik Supergroup live zu erleben, wird im Jahr 2024 sein. Zählkarten für die Veranstaltung sind ab dem 6. Juli 2024 erhältlich. Es bleibt also spannend, wie sich die Blasmusikszene weiterentwickeln wird und welche Überraschungen uns die talentierten Musikerinnen und Musiker noch bieten können.