Heute ist der 12.03.2026. Die KAPO Fenster und Türen GmbH hat sich mit einem Wechsel in den Hartberger Ökopark neu aufgestellt. Diese traditionsreiche Firma, die bereits 1927 gegründet wurde und sich auf die Verarbeitung von Holz spezialisiert hat, setzt nun auf innovative Wege der Finanzierung. Um das Wachstum zu fördern und neue Projekte voranzutreiben, startet KAPO eine Crowdinvesting-Kampagne über die Plattform CONDA Capital Market. Privatpersonen können bereits ab 250 Euro in eine nachrangige Unternehmensanleihe investieren, die mit einem attraktiven Zinssatz von 8% pro Jahr und einer Laufzeit von vier Jahren daherkommt.

Die Investition von insgesamt rund 10 Millionen Euro in die neue Produktionsstätte ist nicht nur eine finanzielle Herausforderung, sondern auch ein Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. KAPO hat sich zum Ziel gesetzt, ökologische Holzfenster zu fertigen und dabei auf biozidfreie Materialien zu setzen. Das Unternehmen nutzt Hydrophobierung anstelle von chemischem Holzschutz, was seine umweltfreundliche Ausrichtung unterstreicht. Der Standort auf einer ehemaligen Baurestmassendeponie wurde mit 2 Millionen Euro an Förderungen unterstützt, und die Produktion am neuen Standort läuft seit Januar 2026.

Fokus auf Sonderlösungen

KAPO positioniert sich gezielt abseits des Massenmarkts und legt seinen Fokus auf individuelle Sonderlösungen. Dazu gehören Rahmenlose Fixverglasungen, Lawinenschutzfenster, Einbruchschutzlösungen sowie historisierende Kastenstockfenster, die speziell für den Denkmalschutz entwickelt wurden. Geschäftsführer Stefan Polzhofer erklärt, dass trotz der Automatisierung rund 100 Arbeitsplätze erhalten bleiben, was für die Region von großer Bedeutung ist.

Die letzten Geschäftszahlen zeigen jedoch, dass die Firma im vergangenen Jahr mit einem Minus von 800.000 Euro bei einem Umsatz von 14,5 Millionen Euro abgeschlossen hat. Die gestiegenen Lohnkosten, die seit 2019 um 40% angestiegen sind, wurden als Hauptgrund für dieses Defizit genannt. Um die wirtschaftliche Basis zu stärken, ist ein modernes Werk mit einem zeitgemäßen Maschinenpark notwendig, um die speziellen Fertigungen effizient durchführen zu können.

Crowdfunding und Investitionsmöglichkeiten

Die Crowdfunding-Kampagne läuft noch einen Monat und hat bereits 43 Investoren mobilisiert, die insgesamt 169.000 Euro gezeichnet haben. Die Fundingschwelle liegt bei 200.000 Euro, während die Emissionsgrenze bei 1 Million Euro festgelegt ist. Diese Gelder sollen insbesondere für die Vorfinanzierung von Material bei laufenden Projekten verwendet werden. KAPO hat im Januar und Februar 2026 bereits Aufträge über 6,2 Millionen Euro abgeschlossen, was das Unternehmen optimistisch in die Zukunft blicken lässt.

Für Investoren bietet die KAPO Anleihe nicht nur eine Möglichkeit, in ein zukunftsorientiertes Unternehmen zu investieren, sondern auch steuerliche Vorteile. Der Kursgewinn am Ende der Laufzeit ist für Privatanleger steuerfrei, während die effektive Rendite mit 9,32% p.a. lockt. Ein Disagio von 4% für Zeichnungen bis zum 09.02.2026 macht das Angebot zusätzlich attraktiv und ermöglicht den Kauf der Anleihe zu 96%, wobei die Rückzahlung zu 100% erfolgt.

Insgesamt zeigt sich, dass KAPO nicht nur auf die Herausforderungen der Gegenwart reagiert, sondern aktiv an einer nachhaltigen Zukunft arbeitet. Die Kombination aus traditionellem Handwerk und modernen Technologien könnte dem Unternehmen helfen, die Weichen für ein erfolgreiches und umweltbewusstes Wirtschaften zu stellen. Weitere Informationen zur Crowdinvesting-Kampagne und zur KAPO Anleihe finden Sie [hier](meinbezirk.at) und [hier](kapo.at).