Am 13. Februar 2026 wurde am Landesgericht Graz ein Konkursverfahren über das Vermögen der WEBA GmbH aus Sebersdorf eröffnet. Das Unternehmen, das 2021 gegründet wurde, war in den Bereichen Abschleppdienste und der Vermietung von Transportern tätig. Ende 2021 ging WEBA eine Flottenpartnerschaft mit der 123 Shared Mobility GmbH ein, um unter der Marke „123 Transporter“ Kleintransporter bis 3,5 t zu vermieten. Bis zum Herbst 2025 waren beeindruckende 370 Fahrzeuge im Einsatz.
Zum Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung beschäftigte die WEBA GmbH sechs Mitarbeiter. Die Aktiva des Unternehmens belaufen sich auf etwa 207.000 Euro, während die Passiva rund eine Million Euro betragen. Insgesamt sind etwa 25 Gläubiger von dieser Insolvenz betroffen. Die Hauptursache für die Insolvenz liegt in der problematischen Geschäftsbeziehung mit der 123 Shared Mobility GmbH, die am 6. Oktober 2025 selbst ein Insolvenzverfahren eingeleitet hatte. Dies führte zu verspäteten oder gekürzten Zahlungen an die WEBA GmbH sowie zur fristwidrigen Kündigung des Flottenpartnervertrags im August 2025. Ein gemeinsam mit dem Leasinggeber erarbeitetes Sanierungskonzept zeigte leider keine ausreichende Wirkung, weshalb eine Fortführung des Unternehmens nicht angestrebt wird. Bertram Schneeberger, ein Rechtsanwalt aus Hartberg, wurde als Insolvenzverwalter bestellt.
Die nächsten Schritte im Insolvenzverfahren
Die Anmeldefrist für Forderungen wurde auf den 2. April 2026 festgesetzt. Die Berichts- und Prüfungstagsatzung ist für den 16. April 2026 angesetzt. In der Region Hartberg-Fürstenfeld sind Insolvenzen in den letzten Jahren ein wiederkehrendes Thema, was nicht zuletzt auch an der wirtschaftlichen Lage des Landes liegen könnte. Die WEBA GmbH ist nicht das einzige Unternehmen, das in den vergangenen Monaten Schwierigkeiten hatte.
Die jüngste Insolvenz ist Teil eines größeren Trends, der von Statistik Austria dokumentiert wird. Diese Institution ist seit dem ersten Quartal 2021 verpflichtet, quartalsweise Daten über Registrierungen von rechtlichen Einheiten und Insolvenzen zu erstellen. Die rechtlichen Grundlagen dieser Erhebung basieren sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene, was eine umfassende Datenbasis für die Analyse der Unternehmensdemografie in Österreich schafft. Die Daten zu Insolvenzen basieren auf gerichtlichen Insolvenzverfahren und werden etwa 40 Tage nach dem Ende des jeweiligen Berichtsquartals veröffentlicht. Die Hauptdatenquelle für Insolvenzen ist die Ediktsdatei des Bundesministeriums für Justiz.
Insgesamt lässt sich sagen, dass die Insolvenz der WEBA GmbH nicht nur das Unternehmen selbst betrifft, sondern auch Auswirkungen auf die gesamte Region haben könnte. Die wirtschaftlichen Verflechtungen und die Herausforderungen, mit denen viele kleine und mittlere Unternehmen konfrontiert sind, machen deutlich, wie wichtig es ist, frühzeitig auf finanzielle Schwierigkeiten zu reagieren und Lösungen zu finden.
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter 5min.at sowie beim ORF Steiermark.