In der Oststeiermark, besonders im Raum Hartberg-Fürstenfeld und Weiz, zeigen die aktuellen Arbeitsmarktzahlen eine besorgniserregende Entwicklung. Laut den neuesten Informationen vom AMS, die Sie unter hier finden, ist die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld zum Ende Jänner auf 3.234 gestiegen, was einem Anstieg von 4,5 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Besonders betroffen sind Personen im Alter zwischen 25 und 49 Jahren sowie die Generation 50 plus. Im selben Zeitraum meldeten sich 1.029 Personen neu arbeitslos, während 775 die Arbeitslosigkeit beenden konnten.
Im Bezirk Weiz sieht die Situation nicht viel besser aus: Hier waren Ende Jänner 1.212 Personen arbeitssuchend, was einem Anstieg von 7,2 % (81 Personen) im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Besonders auffällig ist der Anstieg bei den unter 25-Jährigen, der mit 18,5 % zu Buche schlägt. Trotz der Herausforderungen gibt es jedoch auch Lichtblicke: Im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld stehen 628 sofort verfügbare Stellen zur Verfügung, während im Bezirk Weiz 521 offene Stellen auf Jobsuchende warten.
Situation im AMS Gleisdorf
Im AMS Gleisdorf hingegen gibt es einen Rückgang der Arbeitslosenzahlen. Hier sind 1.286 Arbeitssuchende gemeldet, was 31 Personen weniger als im Vorjahr entspricht. Besonders erfreulich ist der Rückgang in der Produktion und bei wirtschaftlichen Dienstleistungen. Währenddessen bleibt die Arbeitslosigkeit im Gesundheits- und Sozialbereich jedoch ein Thema, das Aufmerksamkeit erfordert.
Die Zahlen zeigen auch, dass es im Bezirk Gleisdorf 566 sofort verfügbare Stellen gibt, was die Chancen für Arbeitssuchende erhöht. Zudem verzeichneten die Lehrstellensuchenden einen leichten Rückgang, mit 37 Personen, während 16 offene Lehrstellen zur Verfügung stehen.
Ein Blick auf den Gesamtarbeitsmarkt
Die Entwicklungen in der Oststeiermark spiegeln die allgemeine Lage am österreichischen Arbeitsmarkt wider. Laut Statistik der Arbeitsagentur sind die Arbeitsmarktzahlen seit April 2023 insgesamt angespannt, und die Arbeitslosigkeit hat sich in allen Bundesländern erhöht. Besonders betroffen sind Frauen und Menschen mit niedriger formaler Bildung, die ein höheres Risiko für Arbeitslosigkeit haben.
Die Langzeitbeschäftigungslosigkeit, also Personen, die länger als 365 Tage beim AMS vorgemerkt sind, hat sich ebenfalls verschärft. Im Jänner 2026 waren 101.536 Personen als langzeitbeschäftigungslos gemeldet, was einen Anstieg von 14,1 % im Vergleich zum Vorjahr bedeutet.
Fazit und Ausblick
Die Arbeitsmarktlage in der Oststeiermark bleibt angespannt, und die Zahlen erfordern ein schnelles Handeln. Das AMS rät zu zügigen Bewerbungen und verweist auf die individuelle Berufs- und Bildungsberatung, die im Berufsinformationszentrum (BIZ) des AMS Hartberg angeboten wird. Diese Beratung könnte für viele Arbeitssuchende der Schlüssel zu neuen beruflichen Perspektiven sein. Weitere Informationen zur Entwicklung der Arbeitslosigkeit und Schulungsteilnahme finden Sie auf arbeit plus.