In einem bewegenden Fußballabend hat die österreichische Nationalmannschaft gestern ein deutliches 4:0 gegen San Marino eingefahren. Doch der eindrucksvolle Sieg wird von einem dunklen Schatten überschattet. Marko Arnautović, der nicht nur als Kapitän auf dem Feld glänzte, sondern auch als Persönlichkeit auf und neben dem Platz, war während des Spiels sichtlich betrübt über die tragischen Ereignisse, die sich am 10. Juni in Graz ereignet haben. Bei einem Amoklauf an einem Grazer Gymnasium wurden zehn Menschen, darunter sechs Frauen und drei Männer, getötet. Auch der Täter selbst, ein 21-jähriger ehemaliger Schüler, nahm sich das Leben.
Wie absolutfussball.com berichtet, habe Arnautović trotz seiner beiden Tore im Spiel keine Freude zeigen können. Seine Gedanken waren ganz bei den Opfern dieses verheerenden Vorfalls, bei dem der Täter zwei legal besessene Schusswaffen verwendete und 12 weitere Personen verletzte, darunter drei schwer. In einem Interview erklärte Arnautović: „Die Gedanken von uns Spielern sind bei den Opfern und ihren Angehörigen. Es ist traurig, dass solche Dinge in unserer Welt passieren.“
Traurige Ereignisse überschattet das Spiel
Der Amoklauf hat nicht nur die Nationalmannschaft, sondern das ganze Land erschüttert. Vor dem Spiel gegen San Marino gab es eine Gedenkminute, in der die Spieler Trauerflor trugen. Die geplante Choreografie der Fans wurde gestrichen, und die Mannschaft versammelte sich nach dem Spiel um ein schwarzes Banner mit der Aufschrift „Graz“ und zwei weißen Kreuzen. Marcel Sabitzer, der selbst aus Graz stammt, äußerte sich betroffen: „Alle sind sehr geschockt.“ Viele Mitspieler haben persönliche Verbindungen zur Steiermark und wissen um die Tragik, die sich in diesen Stunden über die Region gelegt hat.
Auch t-online.de hebt hervor, dass Arnautović zutiefst erschüttert ist und das Geschehen einen starken emotionalen Eindruck bei ihm hinterlassen hat. Er beschrieb die Situation mit den Worten: „Horror, Herzrasen und Mitleid.“ Die Tragödie trübt nicht nur die Stimmung im Team, sondern auch die Stimmung im ganzen Land. In Graz wurden zahlreiche Veranstaltungen abgesagt, und Trauergeläut in den Kirchengemeinden war überall zu hören.
Ein Land in Trauer
Die Auswirkungen des Amoklaufs sind in ganz Österreich spürbar. Wie orf.at berichtet, wurde im Stephansdom in Wien die Trauerglocke geläutet, und der Ministerrat hielt eine Trauerminute ab. Rund 900 „Öffi“-Fahrzeuge hielten für eine Minute an, um ein Zeichen der Anteilnahme zu setzen. In Graz gab es einen Gedenkgottesdienst, an dem mehrere Hundert Menschen teilnahmen, sowie ein friedliches Lichtermeer auf dem Hauptplatz.
Die traurige Bilanz zeigt, dass unter den Opfern nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder und Jugendliche waren. Neun Jugendliche im Alter von 15 bis 17 Jahren und eine Lehrerin mussten ihr Leben lassen. Währenddessen sind die Überlebenden in der Universitätsklinik Graz stabil, fünf von ihnen befinden sich jedoch noch auf der Intensivstation. Die Schülerinnen und Schüler des betroffenen BORG erhalten psychologische Unterstützung.
Der Amoklauf hat nicht nur eine Trauerwelle ausgelöst, sondern auch Fragen zur Sicherheit aufgeworfen. Der Täter war nicht amtsbekannt und hatte legal Schusswaffen erworben. Medienberichten zufolge gibt es Diskussionen über Mobbing, die jedoch von der Polizei nicht bestätigt wurden. Ein Überraschungselement bleibt: das Motiv des Täters, der einen Abschiedsbrief hinterließ, bleibt unklar.
In diesen schweren Zeiten sind die Gedanken der Menschen in Österreich bei den Opfern und deren Familien. Arnautović und seine Mannschaft stehen als Botschafter des Mitgefühls für all jene, die diese Tragödie nicht vergessen werden. Ihre Gedanken und Gebete sind bei all denjenigen, die unmittelbar von dieser grausamen Tat betroffen sind.