Der gestrige Tag, der 10. Juni 2025, wird zweifelsohne als einer der dunkelsten in der Geschichte Österreichs in Erinnerung bleiben. In Graz ereignete sich ein Amoklauf, der die Stadt in tiefe Trauer stürzt. Der 21-jährige Arthur A. eröffnete im Bundesoberstufenrealgymnasium (BORG) das Feuer und forderte insgesamt zehn Menschenleben, darunter neun Schüler im Alter von 14 bis 17 Jahren sowie eine 59-jährige Lehrerin.

Der Ablauf der Tragödie war erschreckend. Arthur A. war mit einer Glock 19 und einer abgesägten Doppelflinte bewaffnet. Der junge Mann kam mit dem Zug nach Graz und hatte einen minutiösen Plan für seine Tat ausgearbeitet. Nach einer kurzen, tumultartigen Phase in der Schule, in der er in zwei Klassenräumen schoss, richtete er sich selbst in einem WC. Wie Bild berichtet, sollten sich 13 weitere Personen Verletzungen zugezogen haben, neun von ihnen liegen noch im Krankenhaus, jedoch sind genau diese Personen nicht in Lebensgefahr.

Ein Blick hinter das Motiv

Die Hintergründe dieser schrecklichen Tat sind noch im Dunkeln. Berichten zufolge, hatte Arthur A. während seiner Zeit am BORG mit Mobbing zu kämpfen. Ob dies der Auslöser für die schreckliche Entscheidung war, wurde jedoch von Medien wie Heute nicht klarifiziert. Der Täter lebte äußerst zurückgezogen und führte kaum soziale Kontakte, mit Ausnahme eines Freundes, bei dem er sich jedoch nie öffnete.

Bei einer Hausdurchsuchung in Kalsdorf wurden sowohl ein digitaler als auch ein analoger Abschiedsbrief sichergestellt. In diesem entschuldigte sich Arthur A. bei seinen Eltern und erklärte, die Tat „aus freien Stücken“ zu begehen. Bürgermeister Manfred Komericky äußerte sich besorgt, dass solche Amoktaten keine Einzelfälle sind und beschrieb den Täter als unauffällig.

Amokläufe im Fokus

Der jüngste Vorfall reiht sich in eine besorgniserregende Serie von Amokläufen ein, die die Welt erschüttert haben. Der Begriff „Amok“ bezeichnet einen blinden Wutausbruch, der oft auch in Selbstmord des Täters endet. Tatsächlich sind Amokläufe an Schulen besonders schockierend; sie wecken Ängste in der Gesellschaft. Laut Informationen von Statista sind solche Taten in der Öffentlichkeit häufig, und die Reaktionen reichen vom Ruf nach strengeren Waffengesetzen bis hin zu erhöhten Sicherheitsmaßnahmen.

Aktuell wird eine Ermittlungsgruppe aus 16 LKA-Experten die Hintergründe dieser Tragödie untersuchen. Bereits jetzt wird über Sicherheitsvorkehrungen und Schutzmaßnahmen an Schulen diskutiert, um derartige Vorfälle in Zukunft zu verhindern. Die Mentalität, dass solche horrenden Taten nicht im Verborgenen bleiben dürfen, wird in der Öffentlichkeit immer lauter laut.

Mit einer Pressekonferenz, die um 14 Uhr vom Gesundheitsministerium angekündigt wurde, erhoffen sich viele, Neuigkeiten über den Zustand der Verletzten zu erfahren und einen weiteren Überblick über die verheerenden Konsequenzen dieses Amoklaufs zu erhalten.

In Gedanken sind wir bei den Opfern und ihren Angehörigen und können nur hoffen, dass ein solcher Vorfall nie wieder passieren wird.