In Graz sprudelt es zur Zeit vor Kreativität und Innovation, denn das ORF musikprotokoll im Rahmen des steirischen herbst meldet sich mit seiner 58. Ausgabe zurück. Vom 2. bis 5. Oktober 2025 wird die steirische Landeshauptstadt zum Zentrum für neue und ungehörte Musik. Unter dem Motto „regel:bruch“ werden die Grenzen der musikalischen und perzeptiven Ordnungen hinterfragt und zahlreiche neue Ansätze präsentiert.

Das Festival, mittlerweile ein fester Bestandteil der Musikkultur in Österreich, wurde 1968 ins Leben gerufen und hat sich über die Jahre zu einer Plattform für zeitgenössische Musikschaffende entwickelt. Die Veranstaltung bringt ein buntes Programm mit Auftragskompositionen, die das Ohr für das Ungewohnte öffnen. So wird unter anderem das letzte Orchesterwerk von Peter Ablinger gezeigt, das mit einer elektronischen Verdopplung des Klangkörpers experimentiert.

Vielfältige Programmgestaltung

Außerdem dürfen sich die Besucher:innen auf spannende Beiträge von renommierten Künstler:innen freuen. Ailís Ní Ríain, die als gehörlose Komponistin arbeitet, präsentiert ihre visuelle Klangwelt, während Marco Donnarumma mit seinem Projekt „I Am Your Body“ die Wahrnehmung von Taubheit in den Fokus rückt. Das Aleph Gitarrenquartett, das 1993 gegründet wurde, wird live im Graz Museum auftreten und neue Werke von Komponist:innen wie Anna Korsun und Bernhard Lang vorstellen.

Ein besonderes Highlight wird das partizipative Konzerterlebnis sein, bei dem das Ensemble Cantando Admont gemeinsam mit den Grazer Keplerspatzen alte und neue Vokalmusik präsentiert. Zudem wird es Klanginstallationen von Peter Ablinger und Winfried Ritsch geben, die mit Glissandi und Obertonschwingungen experimentieren und so ein völlig neues Klangerlebnis schaffen.

Ein Blick hinter die Kulissen

Wer mehr über das Leben und Arbeiten der Künstler:innen erfahren möchte, hat im Rahmen des „Ö1 Klassik-Treffpunkts“ Gelegenheit dazu. Hier wird die erfahrene Moderatorin Elke Tschaikner interessante Gespräche mit prominenten Gästen führen. Dazu zählen die Schweizer Komponistin Annette Schmucki, die Regisseurin und Librettistin Jasmin Schädler sowie die Leiterin des Graz Museums, Sibylle Dienesch.

Das Festival bietet zudem Workshops und Wettbewerbe, etwa den phonoECHOES und die Student 3D Audio Production Competition, in denen junge Talente die Möglichkeit haben, sich mit audiovisueller Kunst und 3D-Audio-Computermusik auseinanderzusetzen. Ein weiterer Programmpunkt ist die Kammeroper „Nachhall“ von Ui-Kyung Lee, die sich mit Erinnerungsräumen auseinandersetzt und das Festival gebührend abschließt.

Die Kooperation zwischen ORF Radio Österreich 1 und dem steirischen herbst 2025 sowie verschiedenen Institutionen und Förderungen schafft die ideale Grundlage für diese außergewöhnliche Veranstaltung. Das ORF musikprotokoll verspricht, auch heuer wieder ein Fest der Sinne zu werden, das verschiedene Perspektiven auf zeitgenössische Musik bietet und alle Musikliebhaber:innen herzlich dazu einlädt, Teil dieses kreativen Prozesses zu werden.

Für weitere Informationen zu den Einzelveranstaltungen und zur Ticketbuchung sei auf die Webseiten von ORF und steirischer herbst verwiesen.