In Graz wird derzeit ein spannendes Zukunftsprojekt vorangetrieben, das der Stadt eine grüne und lebenswerte Zukunft versprechen soll. Vizebürgermeisterin Judith Schwentner von den Grünen hat kürzlich Einblicke gegeben, wie Graz im Jahr 2040 aussehen könnte, wenn die Klima- und Mobilitätsziele konsequent umgesetzt werden. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Lendplatz, der laut Schwentner durch mehr Grünflächen, Beschattungen sowie gekennzeichnete Wege für Fußgänger und Radfahrer aufgewertet werden soll. Diese Vision für ein grünes Graz wird als „Realutopie“ bezeichnet und stellt einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger Stadtentwicklung dar (Kleine Zeitung).
Die Stadt Graz geht mit großen Schritten in Richtung dieser Vision. Bis Mai 2024 wird die Mobilitätsstrategie überarbeitet und ein neuer „Sustainable Urban Mobility Plan“ (SUMP) in Angriff genommen. Dieser Plan hat das Ziel, die Erreichbarkeit und Lebensqualität in der Stadtregion zu verbessern. Ein zentrales Element des SUMP ist die Einbindung der Bürger:innen in den Planungsprozess, was den Dialog zwischen den verschiedenen Akteuren der Stadt fördert. Diese Strategie ist nicht nur lokal von Bedeutung, sondern auch Teil eines umfassenden europäischen Konzepts, das seit 2013 in über 10.000 Städten Anwendung findet (Graz.at).
Ein nachhaltiger Ansatz für Graz
Der SUMP, der als langfristiges Leitbild für die Mobilitätsplanung in Graz fungiert, orientiert sich an funktionalen urbanen Gebieten und berücksichtigt die Herausforderungen des Pendler:innenverkehrs in enger Kooperation mit dem Land Steiermark. Ein entscheidender Aspekt des Plans ist das Umdenken von reinen Infrastrukturplänen hin zu nachhaltigen Mobilitätsansätzen, wobei überprüfbare Ziele gesetzt werden. Die Jahre 2025, 2030 und 2035 wurden als Zwischenziele definiert, was einen klaren Fahrplan für die kommenden Jahre bietet (Graz.at).
Diese Entwicklungen stehen nicht isoliert da, sondern sind Teil einer größeren Strategie, die auch auf nationaler und internationaler Ebene gefördert wird. So unterstützt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) die Städte in ihrer Entwicklung, um globale Klima- und Umweltschutzziele zu erreichen. Die Einbindung aller städtischen Akteure, einschließlich Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, ist dabei entscheidend, um die Potenziale der Städte für eine nachhaltige Entwicklung zu nutzen. Der Fokus liegt auf der Verringerung sozialer und wirtschaftlicher Ungleichheiten sowie dem Erhalt der Biodiversität (BMZ).
Graz steht also an einem Wendepunkt, wo innovative Konzepte und die Einbindung der Bevölkerung Hand in Hand gehen, um die Stadt zu einem noch lebenswerteren Ort zu machen. Mit einem klaren Plan und der Vision für 2040 wird Graz nicht nur ein Vorreiter in der nachhaltigen Stadtentwicklung, sondern auch ein lebenswertes Zuhause für zukünftige Generationen.