Heute, am 27.03.2026, gibt es positive Nachrichten für die Fernwärmeversorgung in Graz. Das Geothermie-Projekt, das auf eine Unabhängigkeit von Gas abzielt, ist wieder auf Kurs. Nach monatelangen Verhandlungen haben die Projektpartner, darunter Holding Graz, Energie Graz, OMV und Energie Steiermark, eine Einigung erzielt. Graz wird eine Risikoprämie von 35 Millionen Euro zahlen, wodurch das Risiko für die Stadt erheblich verringert wird. Dies bedeutet, dass die Stadt Graz keine Haftungs- und Patronatserklärungen abgeben muss, was sie vor finanziellen Belastungen schützt.
Das Gesamtinvestitionsvolumen für das Geothermie-Projekt beläuft sich auf etwa 500 Millionen Euro. Die Geothermie soll bis zu 50% des Fernwärmebedarfs der Stadt decken, allerdings frühestens ab dem Jahr 2030. In der Zwischenzeit sind auch weitere Projekte zur Dekarbonisierung der Fernwärme in Planung, darunter eine Müllverbrennungsanlage, die thermische Klärschlammverwertung, Sonnenspeicher und die Nutzung von Abwärme einer Papierfabrik.
Fortschritte bei den Bohrungen
Die Vorbereitungen für die Tiefenbohrungen sind nun ebenfalls im Gange. Spezial-Trucks suchen nach heißem Wasser in Tiefen von bis zu 3,5 Kilometern. Seismologische Untersuchungen, die seit Anfang Februar 2023 durchgeführt werden, umfassen 900 Kilometer Messungen in mehreren Bezirken. Ein Joint Venture wird die Bohrungen und die Energieaufbringung übernehmen, während Energie Steiermark die notwendigen Leitungen bis nach Graz errichten wird. Energie Graz kümmert sich dann um die Verteilung an die Haushalte.
Ein entscheidender Moment in diesem Prozess war der November 2022, als das Projekt aufgrund von Haftungsfragen, die bis zu 200 Millionen Euro betragen konnten, kurz vor dem Aus stand. Die Einigung zwischen Energie Steiermark und Holding Graz hat nun den Weg für die Umsetzung des Projekts freigemacht. Die Entscheidung zur endgültigen Vertragsgenehmigung steht noch im Gemeinderat aus.
Umweltfreundliche Zukunft für Graz
Die Entwicklung der Geothermie als nachhaltige Energiequelle ist ein bedeutender Schritt in Richtung einer umweltfreundlicheren Fernwärmeversorgung für Graz. Dies steht im Einklang mit den Zielen der Stadt, die CO2-Emissionen zu reduzieren und eine nachhaltige Energiezukunft zu gestalten. Die Diversifizierung der Energiequellen ist ein wichtiger Aspekt, um langfristig unabhängig von fossilen Brennstoffen zu bleiben und die Abhängigkeit von Gas zu minimieren.
Für weitere Informationen zu diesem Projekt und den damit verbundenen Entwicklungen lesen Sie bitte den Artikel auf Krone.at sowie die Details bei Kleine Zeitung.






