Heute ist der 18.04.2026 und in der Region Graz-Umgebung gibt es Grund zur Freude: Das neue Bioenergie-Heizwerk in Premstätten hat seine Pforten geöffnet. Mit einer Investition von rund 10 Millionen Euro wurde nicht nur ein modernes Heizwerk geschaffen, sondern auch ein durchdachtes Nahwärmenetz, das die nachhaltige Wärmeversorgung in der Region revolutioniert.

Das Heizwerk nutzt vorwiegend regionale Biomasse und plant, die Wärmeversorgung bis zum Seering beim Schwarzl auszudehnen. Der Hauptabnehmer, ams OSRAM, hat bereits große Pläne für CO2-Neutralität in den kommenden Jahren. Die Herausforderung beim Anschluss an das Unternehmen war dabei nicht unerheblich, denn die Rohrleitung verläuft 15 Meter tief unter einer Autobahnbrücke. Für ams OSRAM ist die konstante Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit in der Fertigung unerlässlich, und genau hier kommt das Heizwerk ins Spiel, das den Energiebedarf für den partikelfreien Rein-Raum deckt.

Nachhaltigkeit im Fokus

Mit einer Leistung von 4 MW hat das Biomasse-Heizwerk das Potenzial, jährlich 3.000 Tonnen CO2 einzusparen – das entspricht der Menge, die in einem Wald von 375.000 Buchen gebunden wird. Bürgermeister Matthias Pokorn betont die Bedeutung des Heizwerks für die alternative Energieversorgung: „Es ist ein Meilenstein für unsere Gemeinde und ein Schritt in die richtige Richtung für die Umwelt.“ Auch Landesrätin Simone Schmiedtbauer unterstützt den Ausbau des Projekts und sieht in der Nutzung von Biomasse einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen.

Im Heizwerk selbst kommen hochmoderne Technologien zum Einsatz. Ein 4 MW Binder-Biomassekessel, der auf 8 MW erweiterbar ist, sowie ein 6 MW Ölkessel als Ausfallreserve gewährleisten eine zuverlässige Wärmeversorgung. Zudem befindet sich eine 280 kWp große PV-Anlage in Planung, die das System weiter optimieren soll. Eine Rauchgaskondensation und eine Absorptionswärmepumpe runden das technische Konzept ab und zeigen, wie ernst es den Betreibern mit Nachhaltigkeit und Effizienz ist.

Die Zukunft der Wärmeversorgung

Der Einsatz von rund 3.000 Schüttraummetern Holz aus Waldhackgut, das aus einem Umkreis von 80 km stammt, macht das Heizwerk nicht nur umweltfreundlich, sondern auch regional verankert. Die Tatsache, dass die Biomasse aus der Umgebung stammt, fördert die lokale Wirtschaft und verringert die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Insgesamt setzt das Bioenergie-Heizwerk in Premstätten einen bedeutenden Schritt in Richtung einer nachhaltigen Wärmeversorgung und zeigt, wie innovative Technologien und regionale Ressourcen Hand in Hand gehen können. In einer Zeit, in der der Klimawandel eine der größten Herausforderungen unserer Gesellschaft darstellt, ist dieses Projekt ein leuchtendes Beispiel für zukunftsfähige Lösungen im Energiebereich.