Die junge Stocksportlerin Kerstin Fischerauer aus Kalsdorf ist bereit, Österreich bei der bevorstehenden Europameisterschaft in Inzell, Bayern, zu vertreten. Am Dienstag reiste die 18-Jährige zur Max-Aicher-Arena, die mit einer 400-Meter-Eisschnelllaufbahn ausgestattet ist. Dies stellt bereits ihre zweite Teilnahme an einer EM in der allgemeinen Klasse dar, nachdem sie vor zwei Jahren am Goggausee in Kärnten die Bronzemedaille gewann. Ihre Qualifikation für die EM sicherte sie sich bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften in Winklarn, wo sie den dritten Platz hinter Evelyn Perhab belegte.
Kerstin reist zusammen mit dem gesamten Weiten-Team im Mannschaftsbus nach Inzell. Besonders erfreulich: Ihr Bruder Daniel ist ebenfalls dabei und nimmt im Nachwuchs-Weitenbewerb teil. Kerstin tritt in der allgemeinen Klasse an, da sie im Nachwuchs einen anderen Stock benutzen müsste. Die Qualifikation der Athleten beginnt am Donnerstag, während das Finale für Samstag angesetzt ist. Ihr Ziel ist es, die österreichischen Farben erfolgreich zu vertreten und vielleicht sogar eine Medaille zu gewinnen.
Österreichs Team und die Konkurrenz
Insgesamt entsendet Österreich 35 Athletinnen und Athleten aus sieben Bundesländern zu den Nachwuchsbewerben. Das größte Kontingent kommt dabei aus der Steiermark mit 13 Teilnehmern, gefolgt von Niederösterreich und Oberösterreich. Besonders hervorzuheben ist, dass der jüngste Athlet, der an den Wettbewerben teilnimmt, erst 12 Jahre alt ist, während der älteste Teilnehmer Michael Regenfelder jun. vom GSC Liebenfels ist. Der BÖE-Bundestrainer Bernd Zambo zeigt sich zuversichtlich gegenüber der Formkurve seiner Teams, die in den Weitenbewerben als Außenseiter ins Rennen gehen, da Deutschland favorisiert wird.
Ein spannendes Duell zeichnet sich ab, denn viele Hoffnungen ruhen auf Evelyn Perhab und Kerstin Fischerauer im Damenbereich, nachdem Lisa-Marie Stampfl ihre Teilnahme abgesagt hat. Das österreichische Team setzt bei den Herren auf Staatsmeister Peter Neubauer und Vize-Weltmeister Markus Bischof. Die U23-Nationalmannschaft, die als amtierender Weltmeister nach Inzell reist, bringt ebenfalls große Erwartungen mit. Besonders motiviert ist Michael Regenfelder jun., der seinen letzten U23-Auftritt absolvieren wird.
Der Weitenwettbewerb im Detail
Der Weitenwettbewerb, in dem Kerstin und ihre Kollegen antreten, ist ein spannendes Event der Kraftathleten im Weitschießen. Ziel ist es, den Stock so weit wie möglich in einer markierten trichterartigen Bahn zu befördern. Die Teilnehmer haben fünf Versuche, wobei der weiteste Wurf zählt. Erforderliche Fähigkeiten sind Schnellkraft, Technik und Koordination. Die Messung erfolgt bis zum Austritt des Stocks aus der Bahn, und jeder Teilnehmer verwendet den gleichen Stock, kann jedoch seinen eigenen Griff wählen.
Weiten über 250 Meter sind das Ziel, wobei übliche Weiten auf Asphalt zwischen 120 und 150 Metern liegen. Weiten über 150 Meter sind nur auf Natureis möglich. Bei der letzten Europameisterschaft erzielte der deutsche Athlet Michael Späth eine Höchstweite von 280 Metern. Die kommende EM in Inzell wird mit Spannung erwartet, nicht nur wegen der starken Konkurrenz, sondern auch, weil sie die Gelegenheit bietet, die besten Athleten des Stocksports in Aktion zu sehen.
Die Vorfreude auf die Wettkämpfe steigt, und wir sind gespannt, wie sich Kerstin Fischerauer und das gesamte österreichische Team schlagen werden. Für die Stocksportler ist es eine großartige Möglichkeit, sich auf internationalem Niveau zu beweisen und vielleicht den Grundstein für zukünftige Erfolge zu legen.
Für weitere Informationen über die bevorstehenden Wettkämpfe kann die vollständige Berichtserstattung auf Mein Bezirk sowie auf Stocksport Austria nachgelesen werden. Die Details und Regeln des Weitenwettbewerbs sind zudem auf der offiziellen Seite des Stocksports zu finden: IC Stock Sport.