Heute ist der 11.02.2026, und wir feiern den internationalen Tag des EURO-Notrufes. Dieser Tag erinnert uns an die Bedeutung der einheitlichen Notrufnummer 112 in der Europäischen Union. Die Nummer 112 kann von jedem Festnetz- oder Mobiltelefon in der EU kostenlos gewählt werden und funktioniert sogar ohne SIM-Karte oder Guthaben. In Österreich wird der Notruf 112 durch die Polizeizentrale bearbeitet und an die nationalen Einsatzorganisationen weitergeleitet. Ergänzende Notrufnummern wie 122 für die Feuerwehr, 133 für die Polizei und 144 für Rettung stehen ebenfalls zur Verfügung.

Der Euro-Notruf wurde 1991 durch einen Beschluss des Rates der EU eingeführt und hat sich seitdem schrittweise in den Mitgliedstaaten etabliert. In Österreich ist die Nummer 112 seit 1993 aktiv. Eine Eurobarometer-Umfrage aus dem Jahr 2008 ergab, dass nur 22 % der EU-Bürger mit der Nummer 112 vertraut waren. Das hat sich jedoch im Lauf der Jahre verbessert; laut aktuellen Berichten wurden im Jahr 2023 insgesamt 176 Millionen Anrufe unter der 112-Nummer getätigt, was 62 % aller 285 Millionen Notrufe in der EU ausmacht.

Die Herausforderungen und Verbesserungen

Trotz der hohen Anzahl an Notrufen ist die Bekanntheit der Nummer 112 nach wie vor eine Herausforderung. Mobilfunkbetreiber sind seit Juni 2023 dazu verpflichtet, automatisierte SMS an Kunden im EU-Ausland zu senden, um über die Notrufnummer zu informieren. Der Euro-Notruf ist nicht nur in der EU, sondern auch in 16 europäischen Nicht-EU-Staaten sowie in Ländern außerhalb Europas, wie den USA und Südafrika, verfügbar.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderungen. Der Zugang zu Notdiensten ist für diese Gruppe oft noch unzureichend, besonders beim Roaming. Die Europäische Kommission arbeitet daran, bis Juni 2025 interoperable Echtzeittexte bereitzustellen, um die Notrufkommunikation zu verbessern. Auch die Umsetzung vom Mobilteil abgeleiteter Anruferstandorte hat sich in der EU verbessert, was die Effizienz der Notrufbearbeitung steigert.

Technologische Fortschritte und zukünftige Entwicklungen

Die Entwicklungen im Bereich der Notrufinfrastruktur sind vielversprechend. Ab September 2024 werden 25 Mitgliedstaaten, einschließlich Island und Norwegen, sicherstellen, dass ihr PSAP-System (Public Safety Answering Point) Advanced Mobile Location (AML) aktiviert ist. Dies wird dazu beitragen, die Standortbestimmung von Anrufern zu verbessern. Der Anteil der Notrufe unter der 112-Nummer ist im Vergleich zu 2021 auf 62 % gestiegen, und es wurden schätzungsweise 2,7 Millionen Notrufe von Roaming-Endnutzern unter der 112 getätigt.

Die Notrufnummer 112 ist ein wichtiger Bestandteil des europäischen Sicherheitsnetzes und zeigt, wie wichtig es ist, dass Bürgerinnen und Bürger über ihre Rechte und Möglichkeiten informiert sind. Der „Tag des Europäischen Notrufs“, der 2009 ins Leben gerufen wurde, spielt eine entscheidende Rolle bei der Steigerung dieser Bekanntheit. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Notrufinfrastruktur in den kommenden Jahren weiterentwickeln wird, um allen Bürgern, unabhängig von ihrer Situation, einen gleichwertigen Zugang zu Notdiensten zu gewährleisten.

Für weitere Informationen über den EURO-Notruf und seine Entwicklung können Sie die Quelle [hier](einsehen). Weitere Details über die aktuellen Entwicklungen finden Sie in dem Bericht der Europäischen Kommission [hier](einsehen). Und für Zahlen, Fakten und Herausforderungen zur Notrufnummer 112 schauen Sie bitte [hier](nach).